Hilfsbedürftige im Blick behalten Seniorenbeirat Melle: Notfallmappe im Fokus

Information für Ersthelfer: Den Entwurf der neuen - von uns unkenntlich gemachten - Notfallmappe präsentierte Sozialamtsleiter Klaus-Peter Kugler den Mitgliedern des Seniorenbeirates. Fotos: Marita KammeierInformation für Ersthelfer: Den Entwurf der neuen - von uns unkenntlich gemachten - Notfallmappe präsentierte Sozialamtsleiter Klaus-Peter Kugler den Mitgliedern des Seniorenbeirates. Fotos: Marita Kammeier

Melle. Der Seniorenbeirat der Stadt hat hilfsbedürftige ältere Menschen im Blick, initiiert Zukunftsprojekte wie den Generationenpark und verfügt außerdem über stabile Netzwerke.

Das wurde in der Sitzung im Stadthaus deutlich, zu der die Vorsitzende Ingrid Holze die Mitglieder begrüßte. Angefangen beim gut laufenden Wäschedienst für Senioren bis zur geplanten Zusammenarbeit mit Azubis der Sparkasse, die beim Ausbuddeln der Flächen für die neuen Trainingsgeräte im Grönenbergpark helfen wollen. „Ich hoffe, dass der Generationenpark im Oktober eröffnet wird“, so lautete der Wunsch der Vorsitzenden.

Rentner helfen Rentnern

Über das nicht immer reibungslos laufende Nachbarschaftsprojekt „Rentner helfen Rentnern“ berichtete Marlies Oestreich, die am Telefon von zahlreichen Sorgen hört.

Oft stimme die Chemie nicht, wenn Rentner in den Gärten oder in vermüllten, vollgestellten Wohnungen helfen wollten. „Die ist so komisch“, heißt es dann. Ein Enkel fragte an: „Können Sie auch eine Frau für meinen Opa besorgen?“

Den ersten Entwurf der neuen Notfallmappe mit –pass stellte Sozialamtsleiter Klaus-Peter Kugler vor. Die in Zusammenarbeit mit dem Landkreis erstellte Infoquelle für Ersthelfer soll vier Euro kosten und enthält alle wichtigen Daten wie Versicherung, Medikamentenplan, medizinische Risikofaktoren und Adressen von Ärzten.

Der in der Mappe enthaltene Ausdruck im Scheckkartenformat sollte jederzeit für Notfälle in der Geldbörse mitgeführt werden. Die digitale Version mit verschiedenen Links wie dem Bundesministerium ist auf der Homepage der Stadt hinterlegt und darf kostenlos heruntergeladen werden.

„Drei verschiedene Truppen machen vielfach dasselbe“, das beobachtete die Leiterin des Familienbüros Marita Feller beim Thema Seniorenbegleitung. Oft seien die Kümmerer der Stadtteile ebenso aktiv wie Akteure von „Rentner helfen Rentner“.

Ihr Vorschlag lautete daher: Zusammenführung der Dienste, eine Anlaufstelle und feste Ansprechpartner.

Anschließend wies Feller auf den neuen verschobenen Termin der „Sozialkonferenz für ein seniorenfreundliches Melle“ am 19. Oktober von 9 Uhr bis 16 Uhr im DRK-Zentrum an der Bismarckstraße hin.

Eingeladen sind alle interessierten Bürger ab 50 Jahren. Neben zahlreichen Informationen und Angeboten wird es Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen geben.


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