Handwerker sind im Zeitplan Ratsschule Melle freut sich auf den neuen Standort

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Melle. Noch haben die Handwerker die Oberhand, doch Schulleiter Ludger Jansen ist schon jetzt - eine Woche vor Schulbeginn - voll des Lobes und der Begeisterung: Der Schulleiter der Ratsschule blickt voller Enthusiasmus auf ein neues Kapitel der Schule am neuen Standort Wallgarten.

Das Wirken vieler Handwerker nahezu aller Gewerke bestimmt derzeit das Bild in der früheren Wallgartenschule; Baulärm klingt aus allen Richtungen der drei Etagen, in deren Mitte der Schulleiter höchst gut gelaunt die einzelnen Schritte verfolgt, Absprachen trifft und Anweisungen weiterleitet. Von Sommerferien keine Spur, ganz im Gegenteil: Es herrscht hektische Betriebsamkeit, denn in einer Woche werden hier Oberschüler der Jahrgänge fünf bis neun in 18 Klassen sowie 42 Lehrer den Schulbetrieb aufnehmen: Und die bis dahin soll ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sein.

Gutes Miteinander mit der Stadt

Ludger Jansen ist an der Umsetzung überzeugt: „Das Zusammenwirken zwischen der Stadt, den Handwerkern und der Schule funktioniert ganz hervorragend; wirklich ein gutes Miteinander. Man kann Ideen einbringen, besser geht es nicht. Wir profitieren alle,“ lautet das positive Zwischenfazit, nachdem der Schultausch zwischen Ratsschule und Wallgartenschule jetzt auf sichtbar gutem Wege ist.

Ludger Jansen gerät regelrecht ins Schwärmen, als er bei einem Rundgang die einzelnen Schritte des Umbaufortschritts erläutert: „Total toll,“ lautet sein Kommentar bei einem Blick in die neue Eingangshalle. Dort wurde die vormals dunkle durchgehende Decke durchbrochen und mit Lichtbändern versehen. Die Fenster lassen sich nun öffnen, sodass Licht und Luft in das neue Entrée gelangen kann. Auch die neuen Akustikdecken mit den Lichtelementen werten den Bereich auf. Einzelne Elemente wie Schriftzug und Möblierung fehlen noch; aber man kann bereits einen Eindruck auf den neuen Mittelpunkt der Schule gewinnen.

Ruhezone für die Schüler

Gleich dahinter, in der früheren Küche der Grundschule, ist das Bistro mit der Essenausgabe für den Ganztag angeordnet. Zwischen 30 und 50 Mittagessen werden künftig ausgegeben, außerdem natürlich Snacks und Getränke.

Wenige Schritte weiter schließt sich die Ruhezone an, in der sich die Schüler künftig zurückziehen und chillen können. Die Aquarium AG wird sich hier platzieren, außerdem besteht Gelegenheit, Gespräche zwischen Lehrern und Schülern zu führen.

Beim Blick in die Fachräume leuchten Jansens Augen nicht minder: Viel Platz für den Kunstunterricht, ein doppelflügige Tür, um einen Flügel vom Musikraum in die Aula transportieren zu können, sowie ein nach dem neusten Stand der Technik ausgerüsteter Physikraum: „Ich bin einfach nur begeistert,“ schwärmt Ludger Jansen.

Und diese Begeisterung setzt sich auch beim Rundgang durch die Klassenräume fort: Alle sind mit Whiteboards ausgestattet. Teilweise erhalten sie neue Fußböden, die je nach Jahrgang farblich abgestimmt sind. Hinzu gesellen sich - ebenfalls in speziellen Farbtönen - die Lerninseln im ersten und zweiten Obergeschoss.

Einen festen Computerraum gibt es nicht, statt dessen eine mobile Station, die flexibel genutzt werden kann: „Dafür haben wir einen Klassenraum gewonnen,“ beschreibt der Schulleiter die Intention.

Hausmeisterwohnung wird zum „Beratungszentrum“.

Eine überaus sinnvolle Nachfolgenutzung gibt es auch für die Hausmeisterwohnung, die künftig als „Beratungszentrum“ dient. In mehreren Büros werden hier die Mediatoren, Schulsozialarbeiter, Berufseinstiegsbegleiter und Vertrauenslehrer einziehen, wobei sie ihre Unterkunft nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können: „Hier kommt kein Handwerker rein. Die Gestaltung liegt ganz in den Händen der künftigen Nutzer,“ betont Ludger Jansen.

Und der Schulhof? Auch da hat der Schulleiter schon diverse Pläne im Kopf, die er zum Teil von seinem Besuch der Bundesgartenschau mitgebracht hat. Sie sollen nach den Ferien sukzessive umgesetzt werden.

Um am neuen Standort anzukommen, hat die Schule auch die Nachbarn ins Boot geholt und ihnen ein Willkommensschreiben zugesandt: „Sollte etwas nicht funktionieren, bitten wir um ein Gespräch“, wünscht sich der Schulleiter.

Alle profitieren

Für ihn steht fest: Der neue Standort ist für die Ratsschule passgenau zugeschnitten: „Kurze Wege und bis auf den Jahrgang zehn alle unter einem Dach. Da wächst unsere Schulgemeinschaft noch weiter zusammen.“


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