Antrag auf Förderung beim Land Riemsloher hoffen auf zentralen Busbahnhof

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So soll der geplante Busbahnhof in Riemsloh aussehen. Bis zu vier Busse könnten dort zeitgleich halten.Skizze: StadtverwaltungSo soll der geplante Busbahnhof in Riemsloh aussehen. Bis zu vier Busse könnten dort zeitgleich halten.Skizze: Stadtverwaltung

Riemsloh. Seit Jahren liebäugeln die Ortspolitiker in Riemsloh mit einem zentralen Busbahnhof an der Ratsherrenstraße. Erste Überlegungen mündeten bereits in einem Bauplan. Ein Antrag beim Land für eine finanzielle Förderung ist auch gestellt.

Zwar gibt es zu dem Förderantrag noch keine Entscheidung. Doch Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt und seine Stellvertreterin Ursula Buermeyer hoffen, dass der Busbahnhof im nächsten Jahr oder 2017 gebaut werden kann. „Wir wissen, was wir machen wollen. Und die Fläche dafür steht zur Verfügung“, erklärt Günter Oberschmidt. Er will darauf hinarbeiten, dass diese Baumaßnahme im nächsten Haushalt untergebracht wird. Die Kosten für den Bau werden auf 300000 Euro geschätzt, ohne Grunderwerb.

250 Ein- und Ausstiege

An der Ratsherrenstraße und an der Landstraße Alt Riemsloh halten an drei verschiedenen Haltestellen Busse, die entweder in Richtung Melle und Neuenkirchen, Groß Aschen und Neuenkirchen oder in Richtung Krukum fahren. Laut einer Zählung vom Januar 2013 steigen dort an Schultagen bis zu 250 Menschen ein und aus. „Das bietet sich an, dass es hier einen Knotenpunkt gibt“, sagt Oberschmidt und deutet auf die Wiese hinter der Volksbank.

Da sich an der Haltestelle Post häufig zwei Busse begegnen, staut sich hin und wieder der Verkehr in beide Richtungen. Dann werde die Situation für Autofahrer und Fußgänger sehr unübersichtlich, ergänzt Ursula Buermeyer. „Manchmal überholen hier sogar Autos“, berichtet sie.

„Im Moment ist das ein ungeschützter Ausstieg“, erklärt Günter Oberschmidt. Es gebe parkenden Verkehr auf dem Kastanienplatz und fließenden Verkehr an der Ratsherrenstraße. Vor allem hinter der abbiegenden Vorfahrt kann es brenzlig werden, wenn Bürger vom Bus aus direkt die Straße überqueren wollen und nicht einsehen können, ob Autos kommen.

Geriffelte Flächen

Ursula Buermeyer wünscht sich auch geriffelte Flächen im Boden, wie es sie an anderen Haltestellen im Stadtgebiet gibt, damit auch sehbehinderte Menschen spüren, wo der Einstieg ist und so besser zurechtkommen. Das müsse ihrer Meinung nach bei dem Bau eines solchen Busbahnhofs berücksichtigt werden. Außerdem könne man den Schulweg für die Kinder sicherer machen, wenn die Busse an einem zentralen Busbahnhof halten.

Ohnehin liegt der Ortspolitikerin die Mobilität der älteren Menschen am Herzen. Denn für Buermeyer sind gesellschaftliche Teilhabe und Mobilität eng miteinander verknüpft. Wer aus seinem Ort nicht mehr herauskommt, kann auch nicht am kulturellen Leben in der Stadt teilnehmen oder zu Verwandten und Freunden fahren. Auch der Besuch beim Facharzt wird dann zum Problem.

Nun ist die Politik am Zug. „Das muss in den Köpfen der Entscheider eingebunden werden“, meint Oberschmidt.

Weiterlesen: An der Ratsherrenstraße wird derzeit ein Mietshaus in Holzrahmenbauweise errichtet.


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