Rock, Pop, Ragge, Soul, Folk und Gospel 1500 Besucher rocken beim RiNK in Neuenkirchen

Von Luisa Spanier

„The Rival Bid“ rockten konzentriert und gefühlvoll die Bühne.Foto: Luisa Spanier„The Rival Bid“ rockten konzentriert und gefühlvoll die Bühne.Foto: Luisa Spanier

Melle/Neuenkirchen. Zwölf Bands, 150 Helfer, 1500 Besucher – das „Rock in Neuenkirchen“-Festival (kurz RiNK) zieht jedes Jahr zahlreiche Musikfans auf das Stoppelfeld an der Brinkerstraße, um dort den verschiedensten Musikstilen zu lauschen. So auch am Wochenende, als das Festival zum vierten Mal startete.

Neben feinstem Rock in all seinen Variationen von Indie bis psychedelic versprach das Programm auch noch eine Menge Pop, Reggae, Soul, Hip Hop, Jazz und Einflüsse aus Folk und Gospel. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Tatsächlich dürfte wohl für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein.

Los ging es am Freitag mit der Band „Dust II Dust“, die sich vor allem auf handgemachten melodischen Rock der 70er und 80er Jahre spezialisiert hatte. Weiter ging es mit Ohrwürmern von niederländischen Musikern der Gruppe „The Hoffs“ aus Enschede. Zwei Bands aus Münster „the better“ und „Shubangi“ heizten den Zuschauern vor der Bühne bei Einbruch der Nacht mit Psychedelic Rock und tanzbaren Beats ein.

Die zwölfköpfige „Tree of Life Band“ aus Bielefeld bildete mit einem Mix aus Reggae, Soul, Hip Hop und Jazz den krönenden Abschluss eines vielfältigen Freitagabends. Die Gruppe lobte das Festival ausgiebig und bereute es, zuvor noch nichts von „RiNK“ gehört zu haben.

Nachdem die Konzerte beendet waren, wurde im Disko-Zelt mit Tanzfläche und DJ bis zum Morgengrauen weitergefeiert. Vom Regen, der ebenfalls zu dieser Stunde einsetzte, ließen sich die Besucher nur bedingt beeindrucken und flüchteten zum Feiern unter diverse Zelte. „Zum Glück kam der Regen erst spät, als die Bands alle schon fertig waren.“, bemerkte Jonas Bextermöller vom Organisations-Team: „Dass so viele auch von weiter her kommen, zeigt, dass wir uns bereits einen Namen erarbeitet haben. Das ist eine tolle Bestätigung.“, erklärte er.

Der Samstag startete mit besserem Wetter am Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und einem bunten Kinderprogramm. Peter Hayes aus Irland eröffnete schließlich um 16 Uhr die Konzertreihe auf der großen Bühne mit stimmungsvollen irischen Balladen. Die beiden „Brandmann“-Brüder aus Neuenkirchen spielten eine Mischung aus Blues-Rock und Stoner mit einem Hauch von Psychedelic. Danach eroberten „No Heart Country“ und „MindSlide“, zwei Bands aus Bielefeld mit Post Punk, Dark Noise Folk und Indie-Rock die Bühne.

Passend zum Einsetzen der Dämmerung spielten die Jungs von „The Rival Bid“, die extra aus dem Ruhrpott angereist waren, einige mitunter sehr gefühlvolle Rockballaden. Die nachfolgende Gruppe „Plaza Bombasta“ aus Enger, Münster und Hannover begeisterten die Zuschauer mit eigenen Songs, aber auch mit aufgepeppten vor allem Klassikern der Musikgeschichte, die sie mit Posaune, Saxophon, Trompete, Orgel, Bass und Schlagzeug performten. Sie sorgten für viel Tanz und Bewegung vor der Bühne und ernteten zum Schluss wie auch „The Rival Bid“ sogar Zugabe-Rufe. Einen Nachschlag gab es dann noch mit einem „Pink Panther“-Mix.

Den Abschluss am Samstag machte die Band „crimson and blue“ aus Köln, die mit sehr elektronisch geprägten Songs aufwartete und den Übergang zur Aftershow-Party einleitete.

150 Besucher blieben sogar das gesamte Festival über: Denn auf dem großen Stoppelfeld war nicht nur Platz für Festivalgelände, sondern es durfte auch in Zelten, Wohnwagen und Autos übernachtet werden. Über 20 Leute waren an der Organisation des Festivals, das wie jedes Jahr umsonst und draußen stattfindet beteiligt. Etwa 150 Ehrenamtliche halfen unter anderem beim Aufbau, Kuchen backen und Getränke verkaufen. Auch die Bands spielten ohne Gage. Der Erlös geht dieses Jahr an die Radweginitiative Holterdorf.