Füße sind der Schlüssel zum Körper Fußreflexzonenmassage: Für Diabetiker eine Wohltat

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Melle. Die Gruppentreffen der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Typ 2 stehen häufig unter einem bestimmten Motto.

Kürzlich waren Rita Sutmöller (Podologin) und Juliane Kohlhoff (Fußpflegerin) von der Podologischen Praxis Sutmöller und Fußpflege Kohlhoff aus dem Grönegau zu Gast. Sie referierten zum Thema „Fußreflexzonenmassage“, was ganz schön spannend war.

Besonders deshalb, weil die Beziehung zwischen unseren Füßen und dem Rest des Körpers meistens unterschätzt wird. Denn, mal ganz ehrlich, wer denkt bei einem verspannten Schulterbereich schon an seine Füße?

Und Fußprobleme sind, besonders bei Diabetikern, ein wichtiges Thema. Podologin Rita Sutmöller erklärte die Theorie der Fußreflexzonenmassage nach Hanne Maruardt: „Alles, was im Fuß hart ist, ist auch im Körper hart. Was im Fuß weich ist, ist auch im Körper weich.“

Für die Mitglieder der Gruppe hatten sie und ihre Kollegin Fußmodelle aus Gips mitgebracht, an denen mit Buntstiften verschiedene Problemschwerpunkte eingezeichnet werden konnten.

Die Gruppenmitglieder erfuhren, dass etwa einen Daumenbreit unter den Zehen die Reflexpunkte für den Schulterbereich liegen. Sutmöller und Kohlhoff verrieten, dass es hilfreich ist, bei Problemen der Schulter diesen Bereich sanft zu massieren. Wen es hingegen eher im Nacken zwickt, der findet die richtigen Reflexpunkte an der Außenseite des großen Zehs.

Die äußere Form unserer Füße gleicht von der S-Form her der Wirbelsäule. Die Reflexpunkte zeigen: Im oberen Fußbereich liegen die Massagepunkte für die Halswirbelsäule, darunter die der Brustwirbelsäule, und im unteren Teil des Fußes befinden sich die Reflexpunkte der Lendenwirbelsäule. Eine Massage kann auch hier bei entsprechenden Problemen helfen.

Die beiden Meller Expertinnen hatten praktische Entspannungstipps für jeden Tag dabei. Für die Fußreflexzonenmassage zu Hause eignet sich zum Beispiel das Rollen der Füße auf einem Igel- oder Tennisball. „Einfach mal ausprobieren“, riet Juliane Kohlhoff.


Zur Sache

Gegründet am 21. März 1990, feierte die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Typ 2 im Frühjahr ihr 25-jähriges Bestehen.

Das Ziel der Gruppe ist die gegenseitige Unterstützung und der rege Informationsaustausch, das gemeinsame Meistern von Alltagsproblemen, um die eigene Lebensqualität deutlich zu verbessern und natürlich auch miteinander Spaß zu haben in einer gut gelaunten Runde.

Die Gruppe trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat im alten Gesundheitsamt Melle am Wallgarten 1.

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