Selbsthilfegruppe trifft sich regelmäßig 25 Jahre Hilfe zur Diabetiker-Gruppe in Melle

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Glukosamin führt im Körper dazu, dass es den Abbau von Zucker aus der Nahrung verlangsamt. Symbolfoto: ImagoGlukosamin führt im Körper dazu, dass es den Abbau von Zucker aus der Nahrung verlangsamt. Symbolfoto: Imago

Melle. Im Alter von neun Jahren wurde bei Alexandra Goblet-Gust Diabetes festgestellt. „Das war damals reiner Zufall“, erklärt die Vorsitzende der Diabetiker-Selbsthilfegruppe.

Denn: Ihr Opa war Arzt und fand es heraus, als seine Enkelin an einem Infekt erkrankt war. Täglich spritzte sie dann Insulin, ist seit einiger Zeit aber mit einer Insulinpumpe ausgestattet und damit „wirklich gut zufrieden“.

Dass es in Melle seit 25 Jahren eine Diabetiker-Selbsthilfegruppe gibt, die sich regelmäßig trifft und weiterentwickelt, ist auch ihr Verdienst. „Damals wurde die Gruppe von der AOK ins Leben gerufen“, verrät Alexandra Goblet-Gust, die seit dem ersten Tag als Vorsitzende aktiv ist. Sie weiß, wie wichtig der gegenseitige Austausch Betroffener ist, und überlegt sich Jahr für Jahr ein Programm für ihre Gruppe. „Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag im Monat“, so Goblet-Gust weiter, „dann stehen verschiedene Dinge auf dem Programm.“

So werden zu den Treffen der Selbsthilfegruppe gerne verschiedene Referenten ins ehemalige Meller Gesundheitsamt am Wallgarten 1 eingeladen, die Vorträge zu Themen wie „Folgeschäden bei Diabetes“, „Fußreflexzonenmassage“, „Koordination und Bewegung“ oder „Hockergymnastik“ halten.

Aber auch gesellige Grillabende, Klön- und Spielabende oder der eine oder andere Tagesausflug werden miteinander unternommen.

Gerne auch mit Partner

„Dann sind auch meistens unsere Partner dabei“, erzählt Waltraud Völlering, die zweite Vorsitzende der Gruppe. Die beiden Vorsitzenden freuen sich über den Zusammenhalt in der Gruppe, darüber, dass Freundschaften entstanden sind oder einige sogar gemeinsam in den Urlaub fahren.

Medizinisch ist die Gruppe immer auf dem neuesten Stand, tauscht Erfahrungen mit Insulinspritzen, -medikamenten oder -pumpen rege aus, diskutiert Therapien und hält sich gegenseitig auf dem Laufenden. Betroffene erfahren von der Meller Selbsthilfegruppe meistens über Ärzte, Apotheken oder über das Krankenhaus vor Ort. Im Krankenhaus ist die Gruppe auch stets bei den Gesundheitstagen mit einem Aktionsstand dabei. „Auch auf dem Geranienmarkt sind wir auch schon mit unserem Stand gewesen“, so Alexandra Goblet-Gust.

Im Info-Heft der Gruppe steht ganz passend: „Der Besuch einer Selbsthilfegruppe ist eine gute Gelegenheit, um andere Menschen kennenzulernen, die eine ähnliche Erkrankung haben.“ Deshalb ist völlig klar: Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen. Informationen gibt es bei Alexandra Goblet-Gust, Telefon 05422/7156.


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