Treffen der gleichnamigen Dörfer Suttorf bei Melle feiert gleich dreimal


Melle/Neuenkirchen. Das Brot fehlte, sonst war das Treffen der drei Orte namens Suttorf in Neuenkirchen mit einem vielfältigen Programm rundum gelungen. Davon zeugten angeregte Gespräche und Lachen, das über den Hof Seidel schallte, der als Basis für die Aktivitäten diente.

uhl Neuenkirchen. Das Brot fehlte, sonst war das Treffen der drei Orte namens Suttorf in Neuenkirchen mit einem vielfältigen Programm rundum gelungen. Davon zeugten angeregte Gespräche und Lachen, das über den Hof Seidel schallte, der als Basis für die Aktivitäten diente.

Ungefähr 40 Gäste waren mit dem Bus aus Suttorf, Ortsteil von Neustadt am Rübenberge, und zehn aus Suttorf/Nordwalde aus dem Münsterland angereist. Gemeinsam mit den Meller Suttorfern freuten sich 80 Teilnehmer über das gesellige Beisammensein.

Die Organisatoren des Bürgervereins Suithorpa hatten sich einiges einfallen lassen, um die Besucher zu unterhalten. So stand eine Besichtigung von Schloss Königsbrück auf dem Programm, das die Gäste sichtlich beeindruckte. In der Kapelle berichtete Wilhelm Röper, Vorsitzender des Bürgervereins, über die Geschichte des Gutes. Sabine Freifrau von Richthofen hatte ihm ihre Unterlagen überlassen, da sie privat verhindert war. Der Grenzlandchor Theenhausen, Suttorf, Borgholzhausen begrüßte die Suttorfer mit schönen Weisen im Park, in dem die Besucher bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wandelten.

Ulrich Seidel fuhr die Besucher, die im PKW angereist waren, mit seinem alten Hanomag, noch mit Meller Kennzeichen, mit einem alten angehängten Ackerwagen zum Schloss. Später zeigte Rolf Möntmann seine Hähnchenmastanlage, nachmittags besichtigten die Gäste das Islandpferde-Gestüt Sonnenhof.

Aber auch das gesellige Beisammensein kam nicht zu kurz. So stärkten sich die Suttorfer bei ihrer Ankunft mit einem Frühstück, das genauso wie das Kaffeetrinken auf dem Hof Seidel stattfand. Hier frischten die Teilnehmer ihre Kontakte auf, die sie bei den vorherigen Treffen schon geschlossen hatten. Denn die Treffen zwischen den Suttorfern finden bereits seit 2011 statt. Damals hatte Wilhelm Röper den Ortsbürgermeister aus Suttorf/Neustadt, Jochen Marten, angesprochen und nach einer Vorfahrt von Röper und seiner Frau, waren die Grönegauer mit einem Bus Richtung Steinhuder Meer aufgebrochen. Dann machte sich das Ehepaar Röper 2013 auf den Weg nach Nordwalde, um dort den Kontakt herzustellen. 2014 folgte fuhren die Meller dort hin. „Wir versuchen uns einmal im Jahr zu sehen“, erzählte Wilhelm Röper. „Das läuft aber auf Zuruf, wir haben keine schriftlichen Vereinbarungen, also keine Partnerschaft im engeren Sinne.“ So besuchten die hiesigen Suttorfer Neustadt bereits zweimal, im Gegenzug war dies auch der zweite Aufenthalt der Neustädter im Grönegau. Für Ortsbürgermeister Jochen Marten jedes Mal eine Rückkehr zu seinen Wurzeln er wurde in Neuenkirchen geboren, lebte kurz in Ostenfelde bevor seine Familie nach Bruchmühlen in den westfälischen Teil zog.

Unter den Teilnehmern befand sich ein Nicht-Suttorfer. Helmut Brunner hatte von den vergangenen Fahrten gelesen und fragte, ob er einmal mitfahren dürfe. Sein seit langem verstorbener Schwiegervater stammt aus Melle-Suttorf. „Ich wollte immer einmal mit meiner Frau hier her fahren, doch leider ist sie 2010 verstorben. Nun habe ich die Fahrt alleine gemacht und man hat mir das Haus gezeigt, in dem mein Schwiegervater wohl gelebt hat“, berichtete er.

Und was war mit dem fehlenden Brot? Zum Abschluss des Treffens backten Kathrin Möntmann und Renate Paland aus 16 Kilogramm Teig Reibekuchen. Diverse Beilagen standen bereit, doch die Neustädter vermissten Graubrot. In ihrer Region werden Kartoffelpuffer auf dem Brot gegessen, was bei den übrigen Suttorfern nur ein heiteres Kopfschütteln auslöste.