Stockrose wächst bis übers Dach Heinrich Körting aus Buer hat den grünen Daumen

Von Conny Rutsch

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Die violett blühende Stockrose im Garten von Heinrich Körting aus Buer ist mehr als fünf Meter hoch und über das Dach gewachsen. Foto: Conny RutschDie violett blühende Stockrose im Garten von Heinrich Körting aus Buer ist mehr als fünf Meter hoch und über das Dach gewachsen. Foto: Conny Rutsch

Melle. „Was ist das denn?“, fragte sich in den letzten Tagen der Rentner Heinrich Körting aus Buer. Eine seiner vielen Stockrosen setzte sich offensichtlich gen Himmel in Bewegung und ragt nun über fünf Meter über das Hausdach hinaus.

Geschützt an der Hauswand steht das violett blühende Riesenexemplar genau richtig: „Ich habe mir irgendwann einmal die Samenkapseln von unterwegs mitgebracht“, erklärt der ehemalige Berufskraftfahrer. Und dann beginnt er zu erzählen: „Aus Norwegen stammen all die großen Steine, die den Teich begrenzen.“ Auch die Grenze zum Nachbarn verschönerte er mit den alten Schätzen. Und durfte er denn einfach so Steine über Ländergrenzen mitnehmen? Heinrich Körting muss lachen.

Einmal habe ihn ein deutscher Zöllner an der norwegischen Grenze augenzwinkernd angewiesen, ihm doch bei der nächsten Tour auch solche schönen Steine mitzubringen. Der Transport war für den Rentner übrigens kein Problem. Einen Kran beinhaltete sein Lkw sowieso. Und als sein Grundstück noch relativ leer war, setzte er den Wagen einfach rückwärts in den Garten und lud die Steine ab.

Eine weitere Rarität in seinem Garten ist eine schätzungsweise 40 Jahre alte Hängezeder. „Die habe ich mir in Italien in einer Gärtnerei gekauft“, sagt Heinrich Körting. „Ich wollte mir von überall Erinnerungen mit nach Hause bringen.“

Er fragte einen hiesigen Gärtner, wie das Bäumchen wohl zu pflegen sei. Der aber machte ihm keine Hoffnung, denn es sei in Norddeutschland viel zu kalt für die Zeder, sie würde ihm kaputt frieren.

Selbstverständlich setzte der Erinnungssammler seine kleine Zeder sehr wohl in seinen Garten. Heute, fast 40 Jahre später, ist daraus ein stattlicher Baum geworden, wie er in unseren Filden tatsächlich selten bis gar nicht zu sehen ist.

Die Zweige mit den dichten Nadeln bedachen ein großes Stück der Rasenfläche und erfreuen den Rentner mit dem grünen Daumen immer wieder aufs Neue.


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