Lesetipps für den Urlaub Stephanie Uhlhorn mag Ulla Hahns „Das verborgene Wort“

Von Dr. Stephanie Uhlhorn

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Empfiehlt Trilogie von Palm: Stephanie Uhlhorn.Foto: UhlhornEmpfiehlt Trilogie von Palm: Stephanie Uhlhorn.Foto: Uhlhorn

Melle. Die Auswahl eines Buches fiel mir als Vielleserin schwer, da mich Romane aus vielen Bereichen ansprechen. Entschieden habe ich mich für „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn, einem echten Schmöker für alle Ferientage.

Hildegard Palm, 1945 geboren, wächst in einer katholisch-konservativen Familie in Dondorf bei Köln auf. Ihr Vater, ein ungelernter Arbeiter, beherrscht die Familie, Mutter und Großmutter beziehen sich in allem auf Gott. Da fällt Hildegard, die sich für Bücher und Sprache interessiert, besonders auf. Nur ihr Großvater unterstützt sie in ihren Ideen. Als Hilla, wie sie genannt wird, auf Drängen ihres Klassenlehrers die Realschule besucht, vergrößert sich die Kluft in der Familie. Die Tochter beginnt Hochdeutsch zu sprechen, während der Rest der Familie weiter im Rheinländischen verweilt. Das ist auch ein Reiz dieses Buches, denn die rheinländische Sprache schafft ihre ganz eigene Atmosphäre und verdeutlicht die Spannungen zwischen Eltern und Tochter. Doch keine Angst: Der Leser gewöhnt sich schnell an den ungewohnten Dialekt, einige Wörter sind als Fußnote erklärt.

Ulla Hahn zeichnet Hildegards holprigen Lebensweg nach. Nach der Realschule folgen die ungeliebte Lehre und Alkoholsucht bis erneut Lehrer und Pastor eingreifen, damit Hilla aufs Gymnasium gehen kann. Damit endet der Roman. Viele werden wissen wollen, wie es weitergeht. Die Bücher „Aufbruch“ und „Spiel der Zeit“ komplettieren die Trilogie über Hildegard Palm.

Ulla Hahn: Das verborgene Wort, dtv, 623 Seiten, 12,90 Euro

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