Konzertabend der Extraklasse „Opptimisten“ rocken prall gefüllte Petrikirche in Melle

Von Conny Rutsch

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Zusammen mit der Jazzformation des Erich-Böhmsch-Quartetts feierten die Opptimisten in der Petrikirche einen Riesenerfolg. Foto: Conny RutschZusammen mit der Jazzformation des Erich-Böhmsch-Quartetts feierten die Opptimisten in der Petrikirche einen Riesenerfolg. Foto: Conny Rutsch

Melle. Eine supergut gefüllte Petrikirche plus Jazzquartett plus ein wunderbar ausgesuchtes Programm machten das große Chorkonzert der „Opptimisten“ am Samstagabend zu einem mitreißenden Musikereignis.

Kreiskirchenkantor Andreas Opp hatte für seinen Gospelchor der Petrigemeind e ein schmissiges Zugpferd angespannt: Auszüge aus der Rockoper „Jesus Christ Superstar“. Als das Werk zu Beginn der 70er Jahre in New York uraufgeführt wurde, war sein Komponist noch völlig unbekannt.

Strahlende Gesichter

Andrew Lloyd Webber erregte damals großes Aufsehen mit der Vertonung der Geschichte über die sieben letzten Tage Jesu Christi, und gänzlich unumstritten wurden Musik und Texte auch nicht diskutiert. Dass die Rockoper aber dann auch im Radio Vatikan gespielt wurde, zeigt ihren riesigen Siegeszug durch die musikalische Welt.

Heute gehören die eingängigen Stücke zu den Klassikern der christlichen Rockmusik. Den Spaß daran hatte nicht nur das begeisterte Publikum, sondern auch die Chorsänger zeigten mit strahlenden Gesichtern ihre Freude an der Musik. Das gilt im Übrigen für das gesamte Programm, das Andreas Opp ausgesucht hatte.

Abwechslungsreich von Stücken, die die Zuhörer mitsummten wie „The road“, solistisch interpretiert von Uwe Heggemann, bis zu „Bridge over troubled water“ von Simon and Garfunkel, gab es Gospelsongs ohne Ende. Besonders hervorzuheben ist die Interpretation vom Himmelszug, „The train“, der die gläubigen Christen zum Paradies bringt.

Rhythmisch sehr anspruchsvoll und sicher nicht einfach zu singen, müssen die Chorsänger nicht nur den Text verstehbar singen, sondern schicken den Zug auch noch musikalisch gewissermaßen lautgemalt gen Himmel.

Afrikanische Klänge

Am Ende sind sogar die Bremsen herauszuhören. Ebenso anspruchsvoll ist die Schichtung dreier Stücke in einem einzigen: „Amazing grace“ und „Freedom is a voice“ mit afrikanischen Klängen gemischt wurde ebenfalls zu einem Höhepunkt des Konzertabends vor den bekanntesten Liedern aus „Jesus Christ Superstar“. Da hielt es kaum noch einen Fuß im Publikum still und verhalten wurde immer wieder mitgesungen. Große Klasse.

Zum musikalischen Mitreißer trug die Jazzformation des Erich-Böhmsch-Quartetts bei: Christian Heymel, Bass, Christoph Meiners, Piano, Stephan Niedenführ, Gitarre und Iring Bromisch, Percussion unterstützten den Chor nicht nur, sondern legten mit zwei Solojazztiteln einen wunderbaren Kontrast zu den Gospelsongs des Chores und trugen ihren hochmusikalischen Anteil am runden Programm bei.

Moderiert wurde das Konzert von Chorsängerin Jutta Milker, die die englischen Inhalte feinfühlig und tiefsinnig für die Zuschauer deutsch interpretierte. Das Publikum forderte völlig begeistert mehrere Zugaben und feierte die „ Opptimisten “ zu Recht frenetisch.


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