Marihuana sichergestellt Polizei findet geladene Waffe bei Hausdurchsuchung in Melle

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Ein Teil der sicher gestellten Gegenstände: Links das PVC-Rohr, das als Rauschgiftversteck diente. Rechts der alte, aber voll fontionsfähtige Revolver. Foto: Polizei MelleEin Teil der sicher gestellten Gegenstände: Links das PVC-Rohr, das als Rauschgiftversteck diente. Rechts der alte, aber voll fontionsfähtige Revolver. Foto: Polizei Melle

Melle. Monatelange akribische Ermittlungsarbeit der Meller Polizei führte am Dienstagmorgen zu zwei Hausdurchsuchungen in Melle-Mitte und Bruchmühlen. Volltreffer: Die Beamten fanden nicht nur einen scharfen und geladenen Revolver, sondern stellten unter anderem auch 800 Gramm Marihuana sicher.

Den Fall hatten federführend Kripo-Chef Peter Kleinfeld und die Sachbearbeiterin im Kriminal-Und Ermittlungsdienst Katharina Finkemeyer betreut. „Eigentlich fing alles recht harmlos mit dem Bild auf einem sichergestellten Handy an, auf dem ein Joint geraucht wurde“, berichtete die Beamtin. Im Zuge der Ermittlungen wurden daraufhin etliche Zeugen vernommen und Handys ausgelesen. „Daraus hat sich Stück für Stück ein größerer Fall entwickelt, der jetzt zu den Dursuchungen führte“, erklärte Katharina Finkemeyer.

Zwölf Polizisten und zwei Rauschgiftspürhunde waren am Dienstagmorgen um 7.30 Uhr im Einsatz. Im Mittelpunkt der Fahnder standen ein Vater und sein Sohn aus Altenmelle. Nach den Erkenntnissen der Polizei hat der Vater (55) das Rauschgift besorgt, während der Sohn(33) für den Verkauf zuständig war. Beide Männer sind polizeibekannt.

Bei den Dursuchungen förderten die Polizisten neben den 800 Gramm Marihuana auch einen sechsschüssigen Revolver Kaliber 22 zu Tage. „Die Waffe war geladen“, erklärte Kleinfeld. Außerdem wurden eine Gaspistole, zahlreiche verbotene Messer, zwei Feinwaagen, Verpackungsmaterial sowie mehrere Mobiltelefone und Tablet-PCs sicher gestellt. Die Drogen waren raffiniert versteckt: Sie befanden sich in einem PVC-Rohr, dessen Enden verschlossen waren.

„Das Rauschgift ist übrigens nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Jugendliche verkauft worden“, betonte Katharina Finkemeyer. Insgesamt seien 170 Verkäufe von Juni 2014 bis März 2015 nachweisbar.

Ein Verbrechen

Der Fund der scharfen Schusswaffe wirkt sich nach den Worten Kleinfelds als illegaler Waffenbesitz nicht nur strafverschärfend aus, sondern macht den Fall in Verbindung mit dem Rauschgifthandel zu einem Verbrechen. Dennoch mussten Vater und Sohn nach ihrer Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt werden.


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