Relikt aus vergangenen Zeiten übergeben Historisches Schild weckt Erinnerungen an Kreis Melle

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Melle. Ein Schild des früheren Landkreises Melle ziert seit Kurzem die Räumlichkeiten der Stadtverwaltung. Nach der Übergabe hat es dort einen Ehrenplatz erhalten.

Rolf Wandhoff, in der Zeit von 1958 bis 1968 Oberkreisdirektor des damaligen Kreises Melle, gilt als einer der Baumeister der heutigen Stadt Melle. Daran erinnerten die Söhne des hochrangigen Verwaltungsbeamten, Rolf-Erich und Gerd Wandhoff, als sie jetzt im Stadthaus am Schürenkamp dieses außergewöhnliches Relikt aus längst vergangenen Zeiten an Bürgermeister Reinhard Scholz übergaben.

„Mein Vater, der in der Zeit von 1968 bis 1976 als Oberkreisdirektor des Kreises Gifhorn tätig war und von 1976 bis 1981 als Regierungspräsident des Regierungsbezirks Lüneburg wirkte, besaß diese Hinweistafel, wie sie an den Kreisgrenzen üblicherweise mit dem damaligen Kreiswappen aufgestellt war“, berichtete Rolf-Erich Wandhoff.

Nachdem sein Vater in den Ruhestand getreten und zusammen mit seiner Ehefrau Lore in den Grönegau zurückgekehrt sei, habe dieses Schild über viele Jahre hinweg am Zugang zum Wandhoffschen Hause am Wallgarten in Melle-Mitte gehangen.

„Ich kann mich persönlich noch gut daran erinnern, dass ich die Hinweistafel im Jahre 1972 zusammen mit einem Freund im Huntetal – an der Nahtstelle der damals noch existenten Landkreise Melle und Wittlage sicherte“, erläuterte Gerd Wandhoff. Nach dem Tod seiner Eltern habe er das Erinnerungsstück an sich genommen und dieses in seinem Privathaus archiviert.

„Wir waren uns später einig, die Hinweistafel der Stadt Melle als Rechtsnachfolgerin des Kreises Melle zu übergeben, damit es in den richtigen Händen bleibt“, führte Gerd Wandhoff aus, der seine Kinder- und Jugendzeit im Grönegau verbrachte und heute als Arzt in der Nähe von Schwäbisch-Gmünd tätig ist. „Wir fänden es schön, wenn das gute Stück einen schönen Platz im Stadthaus als dem alten Landratsamt fände.“

„Ich begrüße es sehr, dass Sie in Ihren Erzählungen die Erinnerung an Ihren Vater aufrechterhalten“, sagte Bürgermeister Reinhard Scholz an die Gebrüder Wandhoff gerichtet. Denn, so der Verwaltungschef: „Zukunft braucht Herkunft.“


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