Einfach nur aufeinander zugehen Arabisch-deutsches Sommerfest im Stahlwerk Melle

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Arabische Kochkunst präsentierten die Frauen aus vier libanesischen Familien. Foto: Norbert WiegandArabische Kochkunst präsentierten die Frauen aus vier libanesischen Familien. Foto: Norbert Wiegand

Melle. „Wir wollen, dass Deutsche und Araber in Melle einfach mal wieder einen Schritt aufeinander zugehen“, so erklärte Miriam Erdem die Intention, am Samstagnachmittag ein arabisch-deutsches Sommerfest in Melle zu feiern.

Das Fest im Jugendzentrum „Altes Stahlwerk“ unter dem Motto „Ort der Begegnung“ wurde maßgeblich von vier libanesischen Familien initiiert und organisiert. Unter die mehr als 150 Besucher mischten sich einige Angehörige anderer Nationalitäten, wie aus der Türkei oder Italien. Auch einige deutsche Jugendliche und Familien aus der Nachbarschaft waren dabei, ebenso wie ehemalige Praktikanten des Jugend- und Kulturzentrums und Mitarbeiter der Meller Tafel. Um ihre Unterstützung und ihre Freude über die Initiative der arabischen Familien auszudrücken, besuchten Melles Bürgermeister Reinhard Scholz und Kulturamtsleiter Karl-Wilhelm Möller das „Alte Stahlwerk“.

Engagierte Jugendliche

Ihre außerordentliche Gastfreundschaft stellten die Frauen aus dem Libanon vor allem mit liebevoll zubereiteten Speisen unter Beweis, die von gefüllten Weinblättern bis zu Spinat-Taschen reichten. Die Männer kümmerten sich derweil um den Grill, von dem sich der Duft des Schaffleisches verbreitete. Für die Ausgabe der riesigen Auswahl an erlesenen Süßspeisen war der Jugendliche Mohammed verantwortlich.

„Unsere Jugendlichen haben sich engagiert in die Organisation eingebracht“, erklärte Jugendzentrum-Mitarbeiterin Barbara Werther. „Wir haben nur die Räume zur Verfügung gestellt, sämtliche Vorbereitungen haben die arabischen Familien getroffen“, betonte der „Chef“ des „Alten Stahlwerkes“, Tim Wesselmann.

Zur Begrüßung hatte Cynthia Ribeling eine Momo-Geschichte erzählt, aus der sie folgende Quintessenz ableitete: „Wir wollen heute der arabischen Kultur einen Augenblick Aufmerksamkeit schenken, um hier einen Ort der Begegnung zu schaffen.“

Zum Unterhaltungsprogramm gehörten eine mit viel Beifall bedachte Hip-Hop-Tanzvorstellung der Mädchen aus der Mittagsbetreuung und ein vom jungen Ibrahim vorgetragener Rap mit extralangem deutschen Text. Kinderschminken, Luftballonsknoten, Kickern und eine Hüpfburg wurden speziell für die Kinder angeboten.


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