Europatag der BBS Aus Melle zum Praktikum ins europäische Ausland

Von ihren Auslandspraktika im Rahmen ihrer Ausbildung an der Fachschule Sozialpädagogik der BBS Melle berichteten Ala Assad, Julia Tepe, Tanja Höner, Ines Bollmann, Katharina Welke und Katja Kluge (von links). Foto: Petra RopersVon ihren Auslandspraktika im Rahmen ihrer Ausbildung an der Fachschule Sozialpädagogik der BBS Melle berichteten Ala Assad, Julia Tepe, Tanja Höner, Ines Bollmann, Katharina Welke und Katja Kluge (von links). Foto: Petra Ropers

Melle. Toast und Baked Beans aus Irland, Zimtschnecken aus Schweden und edle Sachertorte aus Wien: Den Gechmack Europas brachte am Donnerstag die Abteilung Sozialpädagogik der Berufsbildenden Schulen Melle auf die Zunge. Beim Europatag gaben Schülerinnen der Fachschule Sozialpädagogik Einblick in ihr Auslandspraktikum.

Ein achtwöchiges Blockpraktikum steht für die angehenden Erzieher mit Schwerpunkt Schule/Freizeit, Inklusive Pädagogik und Heimpädagogik im ersten Ausbildungsjahr auf dem Stundenplan. In den Ausbildungsschwerpunkten Schule/Freizeit und Inklusive Pädagogik kann dieses Blockpraktikum auch im Ausland geleistet werden. Im vergangenen Jahr nutzten sechs Schülerinnen die Gelegenheit, über den bundesdeutschen Tellerrand hinauszuschauen.

Erfahrung sehr wertvoll

In einer Schule im spanischen Sevilla absolvierte Tanja Höner ihr Praktikum, das ihr von Oktober bis Dezember immer wieder auch Zeit gab, die traditionsreiche Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Nach Nordirland in die bis heute vom Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten gezeichnete Stadt Derry/Londonderry zog es Katja Kluge, Ines Bollmann und Katharina Welke. In Wien und Uppsala verbrachten Julia Tepe und Ala Assad die Zeit ihres Blockpraktikums.

Und das hielt keineswegs nur Arbeit bereit. Zum Europatag berichteten die sechs Teilnehmer deshalb in Wort und Bild von Land und Leuten, bevor sie sich im kleinen Kreis den Fragen künftiger Auslandsfahrer stellten. Und deren Zahl soll schon bald deutlich wachsen. Denn das Leonardo-da-Vinci-Stipendium der Gesellschaft für Europabildung in Berlin, über das bislang eine begrenzte Zahl an Schülern der Meller Fachschule für Sozialpädagogik ein Auslandspraktikum absolvieren konnte, läuft aus.

Die BBS hat sich deshalb für das Erasmus+-Programm „Mobilität in der beruflichen Bildung“ beworben. „Wir hoffen, dass unser Antrag positiv entschieden wird“, betonte Studienrätin Sabine Preuss, die gemeinsam mit Studienrat Gerd Schengber die Projektleitung für die Auslandspraktika innehatte. Für die BBS Melle wäre die Zusage ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als Europaschule. Bei einem positiven Bescheid stünden zudem in zwei Jahren insgesamt 40 Schülerplätze und zusätzlich zehn Lehrerplätze zur Verfügung.

Schulleiter Hermann Krüssel machte beim Europatag Mut zum Schritt ins Ausland: „Solche Erfahrungen sind sehr wertvoll und oft sogar lebensverändernd.“


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