Spuren der russischen Seele Literatur- und Musikfest in Rödinghausen

Von Marita Kammeier

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Freuen sich auf das Pfingstwochenende: Sponsor Stefan Jonitz, die künstlerische Leiterin Dr. Brigitte Labs-Ehlert und der Gastgeber auf Gut Böckel, Dr. Ernst Leffers. Foto: Marita KammeierFreuen sich auf das Pfingstwochenende: Sponsor Stefan Jonitz, die künstlerische Leiterin Dr. Brigitte Labs-Ehlert und der Gastgeber auf Gut Böckel, Dr. Ernst Leffers. Foto: Marita Kammeier

Rödinghausen. Das 16. Literatur- und Musikfest „Wege durch das Land“ führt am Pfingstwochenende nach Gut Böckel mit seiner nach Russland reichenden Tradition. Martina Gedeck und Ulrich Noethen werden aus Tolstois Klassiker „Anna Karenina“ lesen.

„Wege durch das Land“ ist das einzige Festival deutschlandweit, das an unterschiedlichen Standorten den Schwerpunkt auf Musik und Literatur legt, immer auf den Spuren der Geschichte und Gegenwart. Von den 22 Veranstaltungsorten ist Gut Böckel einer der wenigen, die von Anfang an dabei waren.

Zunächst war nur eine Abendvorstellung geplant. Doch die war bereits innerhalb eines Tages ausgebucht, sodass jetzt eine zusätzliche Vorstellung am Pfingstsonntag um 11.30 Uhr stattfinden wird. „Alle Künstler haben sofort zugesagt, noch einmal die Bühne im historischen Kuhstall zu betreten“, erzählte die künstlerische Leiterin Brigitte Labs-Ehlert.

Martina Gedeck und Ulrich Noethen werden die Partnerrollen Anna und Wronskij sowie Kitty und Ljewin aus Lew Tolstois Klassiker „Anna Karenina“ lesen. Die in Russland geborene und in Berlin aufgewachsene Schriftstellerin Irina Liebmann bringt in ihrem neuen Buch „Drei Schritte nach Russland“ Angst und Fragen zum Ausdruck.

Musikalische Höhepunkte sind unter der Leitung von Tatiana Grindenko an der Violine garantiert. Sie gründete die Moskauer Akademie für Alte Musik, aus der das Ensemble „Opus Posth.“ entstanden ist. Zwölf Streicher werden zeitgenössische Kompositionen wie „Come in“ und „Bellezza“ von Vladimir Martynov ebenso spielen wie „Divertimento“ und das „Streichquintett Nr. 2“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Gut Böckel hat eine nach Russland reichende Tradition, denn der Großvater der ehemaligen Gutsbesitzerin Hertha Koenig lebte als Zuckerfabrikant am Zarenhof in St. Petersburg. Für Rainer Maria Rilke, den die Schriftstellerin und Mäzenin 1917 auf das Rittergut eingeladen hatte, war Tolstoi das große Vorbild. Im Alter von 21 Jahren besuchte er den Dichter und fühlte sich der russischen Seele nahe.

Infos und Karten: www. wege-durch-das-land.de,, Telefon 05231/3080210


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