Zehn Präsidenten schnell gemerkt Gedächtnistrainer gibt Meller Schülern tolle Tipps

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Gedächtnistrainer Gregor Staub begeisterte in der IGS mit alltagstauglichen Lerntipps Foto: Christina WiesmannDer Gedächtnistrainer Gregor Staub begeisterte in der IGS mit alltagstauglichen Lerntipps Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. Knapp 400 Besucher waren am Montagabend in die Integrierte Gesamtschule (IGS) Melle gekommen. Dort stand ein Schweizer Energiebündel mit spitzbübischem Lächeln auf der Bühne. Aber nicht nur das: Gedächtnistrainer Gregor Staub hatte tatsächlich einige wertvolle Lerntipps für die begeisterten Zuschauer parat.

Viele Eltern kennen diese Situation nur zu gut: Das Kind soll partout Englisch lernen, die Mama setzt sich deshalb mit Sohn oder Tochter gemeinsam an den Tisch. Mutters Ziel: Das Kind soll Vokabeln oder Grammatik pauken, fit werden für die Klassenarbeit oder den nächsten Test. „Ich kenne Mütter, die lernen zwei Stunden mit ihren Kindern Englisch“, schmunzelte Gregor Staub, „was passiert dabei? Die Kinder gucken zwei Stunden zu, wie die Mutter lernt.“

Da mussten einige Mamas im Publikum herzlich lachen – zu sehr kam ihnen dieser Vergleich bekannt vor. Das Problem dabei: „Die Kinder müssen lernen wollen.“

Staub erklärte, dass Kinder in allen Lebenslagen auf der Suche nach Erfolgserlebnissen sind. „Lob ist deshalb eine gute Erziehungsmethode.“

Als der Gedächtnistrainer den Zuschauern die Frage stellte „Wie viele Vokabeln kann ein Schüler wohl in der Stunde lernen?“, gingen die Meinungen der Anwesenden doch sehr auseinander. Einige waren der Ansicht, dass es unmöglich mehr als zehn sein könnten (eigene Erfahrungen wurden dabei natürlich eingehend beleuchtet), andere schätzten, es könnten sogar 20 oder mehr sein.

Und Gregor Staub ? Der präsentierte in einem Paradebeispiel, dass es ziemlich locker viel mehr als 20 Vokabeln sein können. Er ließ das Publikum nämlich ganz fix lernen, wie es in der thailändischen Sprache bis zehn zählen kann. Jeder Zahl wurde ein Körperteil zugeordnet, und das Zählen klappte nach zwei Minuten bereits vorwärts und rückwärts, und einzelne Zahlen konnten die Zuschauer dem passenden Körperteil zuordnen.

Ähnlich funktionierte das mit den zehn Vorgängern des amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Den einzelnen Präsidenten wurden Gegenstände im Raum zugeordnet, und in Windeseile wussten alle: Vor Barack Obama kamen Bush, Clinton, Bush, Reagan, Carter, Ford, Nixon, Johnson, Kennedy und Eisenhower. Auch die Reihenfolge saß, vorwärts und rückwärts, hin oder her und wild durcheinander. Zauberei? Wohl kaum. Viel mehr eine Art zu lernen, die effektiver und nachhaltiger wohl nicht sein könnte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN