Gartenserie „Querbeet“ Jeder Meller isst fünf Äpfel in der Woche

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Die Apfelsorte Jonagold strahlt auf der Plantage der Fachhochschule Osnabrück im Stadtteil Haste in der Sommersonne. Archivfoto; Jörn MartensDie Apfelsorte Jonagold strahlt auf der Plantage der Fachhochschule Osnabrück im Stadtteil Haste in der Sommersonne. Archivfoto; Jörn Martens

Melle. Äpfel haben einen guten Ruf, denn sie gelten als das Lieblingsobst der Deutschen – jeder isst im Durchschnitt fünf Äpfel pro Woche. Zudem sind sie noch ziemlich gesund.

Nicht umsonst gibt es schließlich das bekannte Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“, was sinngemäß bedeutet: Iss jeden Tag einen Apfel und spar dir so den Weg zum Arzt.

Traditionell gehört für die meisten Gartenbesitzer mindestens ein Apfelbaum in den heimischen Garten. Apfelfans schwören gleich auf mehrere – von jeder ihrer Lieblingssorten einen.

Gravensteiner

Die leckeren Früchte, die im Spätsommer und Herbst geerntet werden können, sind ein Genuss. Aber wofür eignen sich eigentlich die einzelnen Sorten besonders?

Der Gravensteiner ist eine frühe Sorte, die bereits im August geerntet werden kann. Mit einer Lagerzeit von etwa sechs Wochen ist er kein klassischer Lagerapfel. Er schmeckt süß-säuerlich und eignet sich daher gut für Apfelmus oder leckeren Apfelkuchen. Das süße Mus aus den Früchten lässt sich gut einkochen oder – in Portionen verpackt – einfrieren. Die Obstmahlzeiten aus den eigenen Äpfeln sind dann bis zur nächsten Ernte erst einmal gesichert.

Jonagold & Co

Die Sorten Boskoop, Melrose und Jonagold, die alle im Oktober geerntet werden, sind klassische Lageräpfel. Sie schmecken, die richtige Lagerung vorausgesetzt, den gesamten Winter hindurch. Wer diese Sorten einlagern möchte, kann dies in einem kühlen Keller in passenden Obststiegen machen. Doch Achtung: Frost vertragen die Äpfel nicht. Außerdem sollten die Früchte regelmäßig auf faule Stellen kontrolliert und entsprechende Exemplare umgehend aussortiert werden.

Der süße Elstar

Solo schmeckt der beliebte Elstar ziemlich gut, denn er hat eine angenehme Süße. Im September geerntet, sind die Früchte aber nur ein paar Wochen lagerfähig.

Wieder beliebter geworden sind in den vergangenen Jahren die alten Apfelsorten. Das hat einen einfachen Grund: Allergiker vertragen diese Sorten häufig besser als Neuzüchtungen. Und aus dem Westfälischen Gülderling, dem Freiherr von Berlepsch oder der Goldparmäne lassen sich ebenso leckere Sachen zaubern. Denn letzten Endes ist es wohl einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, welche Sorte der Apfelfreund zu Mus, Kompott, Kuchen, Saft oder Marmelade verarbeiten wird.


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