Duo begeistert in Insel der Künste Melle: Hands ’n’ Voice ziehen Publikum in Jazz-Bann

Von Dr. Stephanie Uhlhorn

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Vor vollem Haus spielten Bettina Landmeier und Mathias Klause-Gauster in der „Insel der Künste“. Foto: Dieter OsuchVor vollem Haus spielten Bettina Landmeier und Mathias Klause-Gauster in der „Insel der Künste“. Foto: Dieter Osuch

Melle. Die Stühle reichten nicht – wer erst kurz vor Konzertbeginn kam, musste stehen. Trotzdem, oder gerade deshalb, herrschte eine fast familiäre Atmosphäre, als „Hands ’n’ Voice“, Bettina Landmeier (Gesang) und Mathias Klause-Gauster (Klavier), die Zuschauer auf der Kleinkunstbühne der „Insel der Künste“ restlos begeisterte.

„Hands ’n’ Voice“ präsentierten ein großes Repertoire von Jazz-Standards über Blues bis hin zu Pop- und Rockstücken in Jazz-Gewand. Und auch Klassik fehlte nicht – Bettina Landmeier intonierte zwei Lieder aus Henry Purcells „Fairy Queen“. Da sie über eine klassische und eine Jazz-Gesangsausbildung verfügt, wechselte sie mühelos von Genre zu Genre, wobei Jazzklänge im Vordergrund blieben. Popsongs wie Stings „Moon over Bourbon street“ oder Melanies „Ruby Tuesday“ erklangen beschwingt. Die Zuschauer nahmen die Animation der Sängerin zum Mitsingen gerne auf, besonders als Unterstützung des Liedes „Nut bush city limits“ von Tina Turner.

Bei eher leisen Klängen („50 ways to leave your lover“ von Paul Simon) zog das weiche Timbre von Bettina Landmeier das Publikum in seinen Bann. Überhaupt zeigte sie den großen Umfang ihrer kraftvollen Stimme. Mathias Klause-Gauster begleitete sie am Klavier und bekam für seine Soli immer wieder Zwischenapplaus.

Mit zwei Zugaben endete der musikalische Hochgenuss. Dabei stach besonders das Lied „Follow“ von John Pizzarelli hervor, „eines der schönsten Liebeslieder überhaupt“, wie Bettina Landmeier feststellte. So mancher Zuhörer dürfte Gänsehaut angesichts des Gefühls, das die Künstlerin in den Song legte, bekommen haben. So meinte eine Zuschauerin nach dem Konzert: „Ich hatte teilweise Tränen in den Augen.“

Mit diesem Konzert dürfte sich die Kleinkunstbühne der „Insel der Künste“ endgültig im Meller Kulturprogramm etabliert haben. Die Organisatoren Hildrun Balz und Dieter Osuch freuten sich ob der vielen Zuschauer. „Wenn sie noch Stühle haben, die sie nicht mehr brauchen, bringen sie diese doch her“, regte Hildrun Balz an, dann habe im nächsten Konzert jeder einen Platz.


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