Erster Nachweis im Osnabrücker Land Seltene Entdeckung bei Melle: Prachtbecherling gefunden

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Melle. Als sich Jan Koch am Wochenende mit seiner Tochter im Wiehengebirge bei Schledehausen auf die Suche nach Spitz- und Speisemorcheln machte, entdeckte er plötzlich ganz besondere Exemplare. „Hunderte von leuchtend roten Prachtbecherlingen stachen mir ins Auge“, staunt der Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM, Wissenschaft von den Pilzen).

Weil der Pilz sehr selten ist und in dieser Region noch nicht nachgewiesen worden sei, beschloss Jan Koch, seinen Kollegen Martin Wernke von der DGfM zurate zu ziehen. „Unabhängig voneinander haben wir den Pilz mikroskopiert, dann stand fest: Alle mikroskopischen Merkmale waren vorhanden, der seltene österreichische Prachtbecherling ist tatsächlich im Wiehengebirge im Osnabrücker Land angekommen“, freut sich Koch über seine seltene Entdeckung..

Der Pilz von der Gattung der Kelchbecherlinge sei jedoch ungenießbar und könne Übelkeit hervorrufen. Sein Geruch ist neutral, weiß der Experte.

Der Fruchtkörper ist Kelch- oder Schüsselförmig und hat ihm seinen Namen eingebracht. Die Innenseite ist Zinnoberrot, die Außenseite etwas blasser und haarig-filzig. Verwechslungsgefahr bestehe mit dem essbaren Orangebecherling. Also, Pilzfreunde: Aufgepasst!


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