SON gibt Tipps zum Tierschutz Beim Artenschutz in Melle helfen



Melle. Der Frühling naht, die ersten Blumen fangen an zu blühen. Auch die Vögel fangen langsam an zu zwitschern – Zeit für die Stiftung Ornithologie und Naturschutz (SON), Tipps zu geben, den Tieren das Leben so leicht wie möglich zu machen.

„Ein Schlüssel zu einer vogelreichen Siedlung ist Vielfalt“, erläutert Volker Tiemeyer, Vorstandsmitglied der SON. Dabei gehe es um eine reichhaltige Auswahl von Bäumen, Stauden und Sträuchern in eigenen Gärten. „Diese bieten eine Grundlage für die elementar wichtigen Insekten, die den Vögeln als Nahrung dienen.“

Pausenapfel für Tiere

Wenn man etwas pflanzt, solle man aber darauf achten, dass es heimische Pflanzen sind, denn diese dienen auch den heimischen Tieren als Nahrung. Beerensträucher oder Obstbäume hätten zudem nicht nur Vorteile für Tiere, sondern auch für Menschen. „Im Frühling und Sommer blühen die Pflanzen, und im Herbst werfen sie Früchte ab, die sich Mensch und Tier teilen können.“ Dabei sei es sinnvoll, immer ein Teil des Obstes liegen zu lassen, damit die Tiere auch im Winter bei knappem Nahrungsangebot noch etwas zu fressen hätten. „Nicht nur Insekten im Sommer, auch Säugetiere im Winter freuen sich über liegen gebliebenes Obst. Auch die Reste vom Pausenapfel würden den Tieren im Garten helfen.

Auch ein Komposthaufen dient vielen Tieren als Nahrung. „Auf den Haufen gehören aber keine Lebensmittelreste wie zum Beispiel Brot, denn darin sind Salze enthalten, die viele Tiere nicht vertragen“, weiß Tiemeyer. Gartenabfälle Obst-und Gemüsereste sowie Kaffee- und Teesatz seien dagegen ideal. Aufpassen müsse man allerdings, wenn sich Ratten im Garten herumtreiben. „Zeigen sich Ratten im Garten, ist es besser, einen geschlossenen Komposthaufen anzulegen“, meint der Naturschützer. Ein offener Haufen hätte aber den Vorteil, dass dort nicht nur Insekten Nahrung finden, sondern auch Vögel. Komposthaufen haben noch einen weiteren Vorteil. Die Verrottung der Biomasse erzeuge Wärme, die machen Tieren den Übergang in den Winter erleichtere. Auch unter liegen gebliebenem Laub friere es erst später.

Drei T für Tiere

Weitere einfache Hilfen für Tiere im Garten sind Tränken, Trockenmauern, Totholz oder Nistkästen. „Ein Nistkasten in der Betonwüste hilft dem Artenschutz aber herzlich wenig“, macht Tiemeyer deutlich. Ein bunter Garten gehöre dazu.

„Trockenmauern, bei denen Steine lose aufgestapelt werden, und Totholz bieten vielen Insekten und Amphibien einen Unterschlupf.“ An Tränken könne man zudem Tiere beim Trinken und Baden beobachten. „Die Tränken müssen im Sommer aber oft nachgefüllt werden, weil das Wasser schnell verdunstet.“ Dafür sei aber die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dort Vögel zu sehen. Auch eine Wildnisecke sei zum Beobachten der Natur gut geeignet. „Hier wird weder gesät noch geerntet oder gepflegt. Die Natur darf walten, wie sie möchte“, erklärt Tiemeyer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN