Dicke Luft im Beutlingsdorf? Schülerinnen untersuchen Luftbelastung in Welling

Untersuchten die Luftverschmutzung im Beutlingsdorf: Karla Gohe (links) und Anna-Lena Kaumkötter.Foto: Chr. WiesmannUntersuchten die Luftverschmutzung im Beutlingsdorf: Karla Gohe (links) und Anna-Lena Kaumkötter.Foto: Chr. Wiesmann

cew Wellingholzhausen. In der Sitzung des Ortsrates präsentierten die Schülerinnen Karla Gohe und Anna-Lena Kaumkötter am vergangenen Dienstag die Ergebnisse ihres Projektes. Sie hatten an einem Dutzend Stellen im Ort die Feinstaubbelastung untersucht.

Karla Gohe und Anna-Lena Kaumkötter, Schülerinnen des Meller Gymnasiums, präsentierten dem Ortsrat ihr Projekt „Untersuchung der Luftbelastung in Wellingholzhausen“, mit dem sie am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen haben. Die beiden Schülerinnen haben in einem mehrteiligen Versuch die Luftverschmutzung im Beutlingsdorf einmal genau unter die Lupe genommen. Ihre Methoden erklärten sie dem Ortsrat ausführlich. „Wir haben mit einem Regenauffangbehälter die Staubmasse im Regenwasser bestimmt“, erklärte Karla Gohe.

Auch mit Objektträgern untersuchten sie die Häufung des Staubes und mittels Klebestreifen die Feinstaubmenge vor Ort. Insgesamt hatten Karla Gohe und Anna-Lena Kaumkötter ihre Teststationen an zwölf Punkten im Ort.

Wichtig: Der Test wurde im Erholungsgebiet, im Siedlungsgebiet, im Industriegebiet und an der viel befahrenen Hauptstraße durchgeführt.

Ihre Hypothesen hatten sie verständlich zusammengefasst. Die geringste Verschmutzung, so das Ergebnis des Projektes, lag wie erwartet im Erholungsgebiet vor. Im Siedlungsgebiet sei die Menge des Feinstaubs immer noch gering, jedoch höher als im reinen Erholungsgebiet. Mit relativ hohen Werten wurden die Schülerinnen im Industriegebiet konfrontiert. Die höchste Verschmutzung jedoch ermittelten sie erwartungsgemäß entlang der Hauptstraße durch den Ort.

Für den Ortsrat ein klarer Fall, der nur allzu deutlich belegt, wie dringend die Umgehungsstraße realisiert werden muss.

Die Untersuchungsergebnisse des Projektes zeigen, dass im Ort an der viel frequentierten Straße buchstäblich „dicke Luft“ herrscht. „Nun wissen wir, dass der Bau einer Umgehungsstraße für unseren Ort sinnvoll ist“, resümierte Ortsbürgermeister Bernd Gieshoidt.

Karla Gohe und Anna-Lena Kaumkötter gaben den Mitgliedern des Ortsrates nach der Präsentation die Möglichkeit, Fotos und Testergebnisse des Versuchs auf eigens angefertigten Tafeln anzuschauen. Und das Urteil des Gremiums lautete einstimmig: „Gut gemacht!“


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