zuletzt aktualisiert vor

Drei Fragen Hallenbad ja, Kürzungen nein: Gespräch mit dem Vorsitzenden des SC Melle 03

Von Dr. Stephanie Uhlhorn

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Melle. Der Vorsitzende des SC Melle 03, Stefan Siepelmeyer, hat in einer Podiumsdiskussion der CDU über den Hallenbadneubau von über 500 Schwimmern in seinem Verein berichtet.

Die Schwimmabteilung führt 32 Übungseinheiten an sechs Tagen der Woche durch; darunter sind neun Kinderschwimmkurse mit jeweils zwölf Teilnehmern. Natürlich finden diese Einheiten im Hallenbad statt, dementsprechend sind im Winter keine Wettkämpfe oder ein gezieltes Training für die Leistungsschwimmer möglich. Zum aktuellen Thema Hallenbadneubau beantwortete er gegenüber dem Meller Kreisblatt drei Fragen.

Sind Sie, auch aus Vereinssicht, für ein neues Hallenbad?

Ich bin pro Hallenbad, wenn es nicht zu Kürzungen in anderen Sportbereichen führt. Alle bisherigen Zuwendungen müssen bewahrt werden. Die Infrastruktur und der Ausbau von Sportanlagen müssen gesichert sein. Ich will beim Bau eines neuen Hallenbades nicht hören: „Jetzt wird zehn Jahre lang kein Geld in den Sport investiert, schließlich haben wir das Bad gebaut.“

Wie ist denn die Situation der Wettkampfschwimmer beim SCM? Können die richtig trainieren?

Das richtet sich nach den gegebenen Möglichkeiten. Großer Erfolg stellt sich natürlich nicht ein. Unsere Schwimmer mit der 16,66-Meter-Bahn sind die besten im Wenden (lacht). Wir bieten Kindern die Möglichkeit, Schwimmen zu lernen. Sie sind dann aber schwer für den Schwimmsport zu halten. Viele gehen dann lieber zu anderen Sportarten, in denen auch die Bedingungen besser sind.

Angenommen, das neue Hallenbad wird nicht gebaut und das alte muss irgendwann geschlossen werden. Was passiert dann mit den Schwimmern?

Sportler sind ja in der Lage, Mangel zu verwalten. Als die Sporthalle Lindath-Südwest saniert wurde, mussten sich auch alle arrangieren. Sollte eine Vakanz entstehen, was durchaus möglich ist, werden die Schwimmer zusammenrücken und nach Lösungen suchen. Wir müssten dann sehen, ob wir Schwimmzeiten in anderen Bädern bekommen oder uns anderen Vereinen anschließen können. Eines ist sicher: Wir werden nicht aufhören.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN