Willkommen in Riemsloh Franz Polles Willkommensschilder verschönern Riemsloh

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Riemsloh. Mit 81 Jahren ist er immer noch sehr aktiv. Franz Polle aus Riemsloh ist leidenschaftlicher Bastler und Handwerker. Schon früh erkannte der gelernte Tischler sein Talent und setzte dieses nicht nur beruflich um.

Einige seiner besten Stücke zieren seit 2010 die Ortseingänge beziehungsweise die Ausgänge von Riemsloh. „Anlässlich der 850-Jahrfeier der ersten urkundlichen Erwähnung Riemslohs dachte sich der Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt damals, dass wir zu diesem Anlass ein Denkmal setzen müssen“, erzählt Franz Polle. „Dann kam ich auf die Idee der Willkommensschilder. In anderen Ortschaften des Landkreises hatte ich schon solche oder ähnliche Willkommensgrüße gesehen.“ Davon hat sich Pollmann bei seiner Arbeit inspirieren lassen.

Alles in Eigenregie

Nun heißen fünf der Schilder, wie an der Krukumer Straße, alle Auto- und Radfahrer und auch Fußgänger willkommen. Zum Abschied heißt es: „Gute Fahrt“. Außerdem weist der Schriftzug „1160 - 2010“ auf das Jubiläum hin. Die Häuschen, wie Polle sie nennt, sind 2,70 Meter hoch und 1,60 Meter breit.

Finanziert wurde das Projekt durch die Stadt. „Alle nötigen Materialien habe ich gestellt bekommen. Die Arbeit war jedoch reines Ehrenamt“, erklärt Pollmann. „Unterstützung brauchte ich dabei nicht. Auch meine anderen Bastelarbeiten produziere ich in Eigenregie.“

Das Aufstellen der Häuschen hat er jedoch nicht alleine geschafft. „Dabei haben mir meine Kollegen aus dem Bauausschuss des Heimat- und Verkehrsvereins geholfen.“ Denn neben der Tischlerarbeit von Franz Polle mussten die Häuschen mit einem Beton-Fundament stabilisiert werden.

Mit 14 in die Lehre

Für seine Bastel- und Tischlerarbeiten nutzt Polle seine Garage. Aus seiner Zeit als Tischler besitzt er noch jede Menge nützliche Werkzeuge, die er dort lagert. „Ich bin mit 14 oder 15 Jahren in die Lehre gegangen“, erinnert sich Polle an seine Jugend zurücks „schon immer war ich von Holzarbeiten begeistert.“ Aus diesem Grund werden die Willkommensschilder nicht sein letztes Projekt sein. Neben den Schildern hat er für den Ort mehrere schön gestaltete Schaukästen zusammen gezimmert, in denen aktuelle Termine und Stadtpläne ausgehängt werden. Das Ortsbild verschönern außerdem einige „Baumelbänke“, die so hoch sind, dass man in aller Ruhe die Beine baumeln lassen kann. „Während eines Klinik-Besuchs in Bad Rothenfelde habe ich die Bänke gesehen und dachte mir: Sowas würde auch gut nach Riemsloh passen.“

Außerdem übernimmt Polle viele kleine Arbeiten für Freunde und Bekannte. „Hat jemand zum Beispiel ein wackelndes Stuhlbein, kann er zu mir kommen und ich repariere es. Auch die Stühle und die Theke in der Hoyeler Mühle unterzieht Polle einer regelmäßigen Prüfung, damit ja kein Bein wackelt.


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