Aktion von Wirtschaft und BBS Zwei Fräsmaschinen erleichtern Prüfungen in Melle

Von Marita Kammeier

Prüfung gut gelaufen: Martin Tissen, Dirk Greger, Christof Spies und Mike Sommer freuen sich in der Metallwerkstatt der BBS über die neuen Fräsmaschinen (von links). Foto: Marita KammeierPrüfung gut gelaufen: Martin Tissen, Dirk Greger, Christof Spies und Mike Sommer freuen sich in der Metallwerkstatt der BBS über die neuen Fräsmaschinen (von links). Foto: Marita Kammeier

Melle. „Die praktische Gesellenprüfung lief in diesem Jahr viel entspannter, weil wir an vier Fräs- und drei Drehmaschinen gearbeitet haben“, berichteten am Freitag die Auszubildenden Mike Sommer (Firma Werges) und Martin Tissen (Firma Placke) in der Metallwerkstatt der Berufsbildenden Schulen (BBS).

Dort an der Lindenstraße herrschte am Freitag eine gespannte Stimmungslage, denn die meisten der 28 Jugendlichen mussten an diesem Tag noch zur mündlichen Prüfung antreten. Ihr gemeinsames Ziel war natürlich die jeweils bestmögliche Benotung bei ihrer Fachausbildung für die Berufe des Feinwerkmechanikers und Metallbauers.

Die hohe Erwartungshaltung war auch Dirk Greger, Berufsschullehrer und zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses, anzumerken, aber dennoch war er in keiner Weise nervös. „Durch die doppelte Maschinenkapazität wurden erstmals im praktischen Teil Engpässe bei der Fräsbearbeitung vermieden, sodass der Prüfungsablauf zügiger ablief und außerdem zu guten Arbeitsergebnissen führte.“

In den früheren Jahren dagegen hatten sich noch etwa 30 Azubis aus der Metallbranche, die in verschiedenen Schwerpunkten geprüft werden, an den beiden zur Verfügung stehenden Fräsmaschinen gedrängelt. Das sorgte automatisch regelmäßig für zusätzlichen Stress bei den jungen Leuten in ihrem praktischen Prüfungsteil.

In diesem Jahr gab es dagegen erstmals wesentlich bessere Bedingungen für alle Jugendlichen. Auf Initiative der Innung der Metallhandwerke Melle hatten nämlich 15 Handwerksbetreibe und mittelständische Unternehmen sowie die Berufsschule und die Innung selbst Geld für zwei zusätzliche Fräsmaschinen als Arbeitsgeräte gespendet. Obermeister Christof Spies freute sich über die gelungene Initiative und hob hervor: „Die Aktion und der Kauf der Fräsmaschinen erfolgten schnell und unbürokratisch.“

Das gute Beispiel einer gedeihlichen Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft lobten am Prüfungstag denn auch Schulleiter Hermann Krüssel, sein Stellvertreter Claus Dötzer und Abteilungsleiter Heinrich Buermann.

Die Prüflinge Martin und Mike jedenfalls hatten am Freitag ein gutes Gefühl nach dem Abschluss ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung. Beide freuen sich jetzt schon auf die Lossprechung am 30. Januar in „Uppe Rellge“ in Ausbergen.


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