Gut für Körper und Seele Orientalischer Tanz: Kurs in VHS Melle läuft wieder

Bewegungsabläufe üben die Tänzerinnen mit ihrer Lehrerin Asa Tiouri Voghoei (rechts) vor einer Spiegelwand. Foto: Norbert WiegandBewegungsabläufe üben die Tänzerinnen mit ihrer Lehrerin Asa Tiouri Voghoei (rechts) vor einer Spiegelwand. Foto: Norbert Wiegand

Melle. Spaß an gesunder Bewegung und Interesse an orientalischer Kultur – das sind wesentliche Motivationen der „Bauchtänzerinnen“, die am VHS-Kurs „Orientalischer Tanz“ im Forum Mosaik am Altenmeller Winttekindsweg 10 teilnehmen.

„Orientalische Tänze vermitteln offenbar ein ganz besonders intensives, tolles Körpergefühl“, so beschreibt Margret Möller die Erfahrung ihrer ersten Teilnahme am Kurs „Orientalischer Tanz“. „Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich schon viel früher gekommen“, erklärt die erfahrene Tanzlehrerin aus Wetter, die selbst Folklore-Tanzkurse in Osnabrück und Bielefeld leitet. „Die Musik geht sozusagen in den Körper hinein“, spricht Teilnehmerin Sigrid Janauschek-Akgün von einer „entspannenden und faszinierenden Geschmeidigkeit der Bewegungen“.

„Das Interesse an orientalischer Kultur“ und die „Ausdrucksstärke der Tänze, die den ganzen Körper fordern“, haben Ilka Nagel dazu gebracht, sich wieder für den Tanzkurs am Montagmorgen (10.30 Uhr) anzumelden. Ilka Schäfer schätzt vor allem die „sportliche Betätigung in fröhlicher Gemeinschaft“. „Die Musik und die Bewegungen machen Spaß und gute Laune“, meint Regina Hessenkamp. Dabei sind in den Tanzstunden nicht nur traditionelle arabische und iranische Klänge zu hören, sondern durchaus auch aktuelle Pop- und Discohits mit orientalischen Elementen.

In den Kursen von Asa Tiouri Voghoei gehört Bauchtanz zwar zu den Schwerpunkten, er ist aber nur eine Form der orientalischen Tänze. „Letztlich geht es um Tanzstile mit isolierten Bewegungen der einzelnen Körperregionen“, erläutert die Iranerin, die seit 1985 in Deutschland lebt. „Vor allem sind die Hände und Arme wichtig“, ergänzt die bereits vor mehr als 30 Jahren im Iran ausgebildete und praktizierende Tanzlehrerin. Auch die spezielle Kleidung, die die Bewegungsabläufe optisch unterstützt, gehört zum orientalischen Tanz. Beispielsweise tanzt bei der isolierten Bewegung des Bauches das Becken fast alleine ohne alle anderen Körperteile.

„Orientalischer Tanz vertreibt die Verspannungen, er entspannt Körper und Geist“, geht Asa Tiouri Voghoei auf die wohltuenden Aspekte der Tänze ein. So könne mit Spaß machender Bewegung zugleich die Kondition gefördert werden. „Ich hatte schon Teilnehmerinnen, deren Rückenschmerzen und Gelenkprobleme gelindert wurden“, glaubt die Iranerin, dass die tänzerische Körperentspannung zuweilen auch heilsame Nebeneffekte haben könne.

„In meine Kurse kommen seit 25 Jahren Frauen aus allen Altersgruppen“, geht Tanzlehrerin Asa Tiouri Voghoei auf das breite Spektrum der Teilnehmerinnen ein, die sie seit 1989 erlebt hat. Es gab Boomzeiten in den Neunzigerjahren, in denen sich bis zu 30 Tänzerinnen zwischen 25 und 80 Jahren zu den Tanzstunden trafen. Inzwischen sind es meist sieben bis zehn.

Zwischenzeitlich gab es auch Kurse für Kinder. Ein Kursangebot für Männer wurde wegen mangelnder Resonanz wieder eingestellt. „Es geht in meinem Kurs keineswegs darum, fertige Bauchtänzerinnen auszubilden“, betont Asa Tiouri Voghoei. „Im Mittelpunkt steht, dass die Teilnehmerinnen etwas für ihren Körper und ihre Seele tun.“

Zu einem Kurs (50 Euro) gehören zehn Termine immer montags von 10.30 bis 11.30 Uhr. Anmeldungen bei Sylke Witte in der Meller Außenstelle der Volkshochschule Osnabrücker Land, Wallgarten 1, unter Telefon 05422/952759.


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