Ehemaligentreffen gehört dazu In Melle gab es Hopfenkaltschale in launiger Runde

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Melle. Ein Pflichttermin für viele Meller und Ehemalige ist der Tag vor Weihnachten. Auf dem Platz vor dem Rathaus lockt am 23. Dezember das bekannte und beliebte Ehemaligentreffen. Da wird gelacht und gefeiert, und Erinnerungen werden in fröhlicher Runde ausgetauscht.

„Man trifft sich noch mal vor Weihnachten und kann dem einen oder anderen ein frohes Fest wünschen“, verriet Raphael Weber aus Wellingholzhausen den Grund, am Abend vor dem Fest in die Meller Innenstadt zu kommen.

Sarah Pleitner aus Melle und Imke Vorwald aus Hilter waren zu Fuß zum Rathausplatz gekommen. Die beiden 18-Jährigen, die sich in Melle bei Sarah Pleitner vorab getroffen haben, wissen: „Heute ist die Kneipentour. Die lässt man sich nicht entgehen.“ Sie kennen sich vom Juleica-Kurs (Jugendleitercard) im April, den sie beide in Großoldendorf absolviert haben.

Rheinische Frohnatur

Auch eine rheinische Frohnatur war in der Menge zu finden. Der Meller Thorsten Graap, der schmunzelnd verriet: „Der 23. Dezember in Melle ist einmalig. Ich bin der Liebe wegen aus Köln hierher gezogen, so was wie heute gibt es da nicht.“ Seine Frau Melanie hat er auf dem Rosenmontagsumzug kennengelernt, gemeinsam mit Freunden feierten sie in Melle in fröhlicher Runde.

Aus Buer war Ralf Schäl mit Freunden zu dem traditionellen Treffen gekommen. Der Mittdreißiger betonte: „In unserem Alter trifft man sich hier aus Tradition.“ Die Gruppe wusste auch: „Es regnet nicht und ist nicht zu kalt. Außerdem haben wir alle Geschenke gekauft und müssen morgen nicht mehr los – ein perfekter Zeitpunkt also, um in launiger Gesellschaft zu feiern.“

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Getarnt unterwegs

Mit Decknamen unterwegs waren einige Spaßvögel und Ehemalige des Meller Gymnasiums. Doch die Tarnung währte nicht lange. Jona Stieve plauderte aus, warum die Gruppe an besagtem Abend dabei war: „Wir sind in Trainingsvorbereitungen für den Beutlings-Cup. Deshalb treffen wir uns heute hier zum Feierabendbier.“ Ihm und seinen Freunden schmeckte die „Hopfenkaltschale erstklassig“, und die putzmuntere Truppe ließ es sich nicht nehmen, Freundin Daria Lübbert auf Händen zu tragen.

„Das Treffen hier hat eine gute Tradition“, erklärte Anke Wiehenkamp aus Neuenkirchen. „Und obwohl eigentlich niemand Zeit hat, kommen wir trotzdem her.“ Ihre Freundin Carolin Strootmann ergänzte: „Mitternacht ist eine gute Zeit zu gehen.“

Zur Bescherung daheim

Wann Nils Hoppe, Heinrich Brune, Holger Brüggemann, Karl-Heinz Possehl, Marco Unland und Jörg Biermann den Weg nach Hause angetreten haben, ist unklar. Klar war hingegen die Option, wie sie nach Hause kommen wollten. „Meine Frau Alex holt uns heute ab“, erzählte Jörg Biermann. Und damit war dann ziemlich klar, dass alle rechtzeitig zur Bescherung daheim sein würden.

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