Konzert rundet Jubiläumsjahr ab Niveauvolle Sätze vor den Festtagen in Oldendorf

Mit einem Adventskonzert in der Marienkirche rundete der Posaunenchor Oldendorf sein Jubiläumsjahr ab. Foto: Petra RopersMit einem Adventskonzert in der Marienkirche rundete der Posaunenchor Oldendorf sein Jubiläumsjahr ab. Foto: Petra Ropers

Oldendorf. Mit einem gottesdienstlichen Konzert schloss der Posaunenchor Oldendorf am Sonntag sein Jubiläumsjahr ab. In der Marienkirche stimmten die Bläser mit niveauvollen Sätzen und weihnachtlichen Melodien auf die bevorstehenden Festtage ein.

Als musikalischer Gast bereicherte der Marienchor die „Musik im Advent“, die unter der Leitung von Birgit Wierspecker ebenso schlicht wie symbolträchtig begann. „Gott ist die Liebe“ stimmten Kurt Holtgräfe, Karl Wierspecker, Ewald Wierspecker, Hans-Jürgen Tiemeier und Manfred Sträter an und schlugen damit einen wirkungsvollen Bogen in die Vergangenheit.

Schließlich war es diese einfache Weise, mit der sie als Gründungsmitglieder des Posaunenchores im Jahre 1954 zum Weihnachtsfest erstmals öffentlich auftraten.

Die Proben fanden in der Studierstube des Pastors statt, dessen Sohn, Pastor i. R. Fritz Heinemeyer, bald selbst dem jungen Posaunenchor beitrat. Zum Jubiläumskonzert erinnerte er an die Anfänge der musikalischen Bewegung vor Ort und an ihre historischen Wurzeln, die 111 Jahre zuvor in Jöllenbeck gründeten. Inzwischen ist der Posaunenchor aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Leben in Oldendorf nicht wegzudenken.

Klangspektrum vielseitig

Festliche Weihnachtslieder gehören fest zu seinem klangvollen Repertoire. In mehreren Variationen von Georg Friedrich Händel präsentierten die Bläser deshalb das bekannte „Tochter Zion“. Getragen und auf ihre wesentlichen Elemente reduziert erklang dabei die Variation Nr. 3.

Einen freudig-akzentuierten Kontrast bot mit fast tänzerischem Schwung die Variation Nr. 5. Ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten bietet der Klang der Instrumente im Posaunenchor.

Beschwingt und geprägt von der hellen Strahlkraft der Trompeten erhob sich dabei der moderne Satz „Erfreue dich, Himmel“. Weich und gefühlvoll mit sich dezent aufbauendem Crescendo kündigten die Bläser die „Nacht der unendlichen Liebe“ an. Vielseitig wie das Klangspektrum ist auch das Repertoire des Chores, in dem eine festliche Sonata ebenso ihren Platz hat wie die strahlenden Fanfaren des „Splendor of Brass“.

Einen weihnachtlichen Friedenswunsch gab der Marienchor in der bis auf die Empore besetzten Kirche weiter, bevor die Sängerinnen im Wechsel mit Posaunenchor und Gemeinde das „Tochter Zion“ erklingen ließen. In einen vielstimmigen Festchor verwandelten sich die Zuhörer auch für das von den Bläsern stimmungsvoll begleitete Weihnachtslied „Oh, du fröhliche“.

Mit den schwungvollen Bildern einer glitzernden Winterwelt in „Winter Wonderland“ verabschiedete sich der Posaunenchor – wenn auch nur vorläufig. Denn ihre Instrumente werden die Bläser auch weiterhin erklingen lassen. Schließlich verspricht ihr Motto zum Jubiläumsjahr: Sie sind „60 Jahre und kein bisschen leise“.


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