Idee der Goldschmiedin Museum in Melle aus dem Winterschlaf geholt

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Melle. Kann es etwas Schöneres geben, als am Samstag vor dem Weihnachtsfest eine ordentliche Portion Märchenhaftes zu schnuppern? Wohl kaum. In besonderer Weise bot sich dafür an besagtem Tag das Grönegau-Museum an.

Durchaus delikat ging es in der Remise zu. Da lockte der leckere Feigensenf den Johanna Richartz im Angebot hatte, Köstliches mit Honig hatte Imker Kurt Regel dabei. „Probieren ausdrücklich erwünscht!“, schmunzelte er und bot einer Besucherin seinen leckeren Honig an. Frisches Obst und Gemüse – auch die „alten“ Sorten wie Pastinaken und Rübchen – lachten die Besucher vielversprechend aus den hölzernen Biokisten von Kai Sohns an. Nebenher gab es noch allerlei Rezeptvorschläge und pfiffige Zubereitungstipps beim Plausch.

Unikate aus Eichenholz

Auf einer alten Holzkarre hatte Udo Schimmel nebenan eine schmucke Augenweide geschaffen. „Aus alten Eichenholzstücken fertige ich Unikate“, berichtete er. Und siehe da, aus einem Stück altem Fachwerk hatte er einen Bilderrahmen geschaffen und ihn mit gepressten Gänseblümchen gefüllt.

In der betagten Schmiede ratterte die Nähmaschine. Daran fertigte Nicole Rehsing individuelle Lauflernschuhe aus weichem Leder. Im Inneren mit einer kuscheligen Walksohle ausgestattet, sind die Fußkleider nicht nur bei Kindern beliebt.

Bei Birgit von Lindern im urigen Backhaus zog den Besuchern ein köstlicher Duft ums Näschen. „Hier im Backhaus backen wir heute Plätzchen und Bratäpfel“, erklärte die Goldschmiedin, während sie ein Backblech mit leckeren Engelsaugen ins Backrohr des alten Ofens schob. Sie ist mit ihrer Goldschmiede im Backhaus zuhause und hatte die Idee, das Grönegau-Museum aus seinem Winterschlaf zu rütteln. So organisierte sie im Namen des Heimatvereins den märchenhaften Tag. „Hier ist es wunderschön“, betonte sie lächelnd, „und es wäre toll, wenn wieder mehr Leben in den Park kommen würde. Wenn ich im Backhaus arbeite und aus dem Fenster schaue, sehe ich, wie viele hier einfach vorbei hetzen. Dabei gibt s hier eine ganze Menge zu entdecken.“

Dem schloss sich auch der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, Uwe Plaß, an. „Es würde uns freuen, diese Veranstaltung zu etablieren.“

Der Auftakt gelang, auch wenn sich bei unbeständigem Wetter nicht jeder aus dem Haus wagte. Wer den Schritt aber ging, der wurde belohnt, nämlich mit Märchengeschichten, Feuerkünstlern und einer wundervoll heimeligen und urigen Atmosphäre.


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