„Bewegung bildet“ Landesturnschule in Melle unter weiblicher Leitung

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Melle. Beate Holzgrefe (49) leitet seit dem 1. März die Landesturnschule (LTS). Nach ihrem Magisterstudium Sport/Pädagogik/Sozialwissenschaften arbeitete sie 14 Jahre beim Niedersächsischen Turnerbund (NTB) und übernahm dann die LTS. Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Lotte-Büren.

Frau Holzgrefe, an welchen Stellschrauben haben Sie seit März gedreht?

Die Turnschule ist weiblich und steht jetzt unter weiblicher Leitung. Das führt automatisch zu einer stärkeren weiblichen Note: Wir führen mehr Abteilungsgespräche und beziehen die Mitarbeiter stärker ein. Außerdem hat der NTB die Fachschule ins Leben gerufen und fördert sie. Wir als LTS begleiten das sehr eng, denn die LTS soll als Ausbildungszentrum wahrgenommen werden. Schließlich bilden wir ehrenamtliche und hauptberufliche Ausbilder für Vereine aus und kooperieren mit Universitäten, beispielsweise mit der Uni Osnabrück.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit der Uni Osnabrück konkret aus?

Sie begleitet unsere Schule wissenschaftlich, so in der Ausbildung der Turner und beim Gesundheitssport. Wir werden im Oktober 2015 hier in Melle auch einen Kongress mit 200 Teilnehmern aus ganz Niedersachsen durchführen. Sein Name lautet: „Tage des Sports in der beruflichen Bildung“.

Was liegt Ihnen als Leiterin ganz besonders am Herzen?

Wir wollen verdeutlichen, dass Bewegung bildet. So haben wir beim NTB unter Federführung der Vizepräsidentin Dörte Detert ein Bildungsverständnis entwickelt, das es greifbar zu machen gilt. Ich denke dabei an alle Referenten, Übungsleiter und Ausbilder. Außerdem liegt mir die Instandhaltung unserer Immobilien hier im Grönenbergpark am Herzen. Wir versehen gerade die Halle unter anderem mit einem Prallschutz und renovieren Haus 4. Dort erhält jedes Zimmer sein eigenes Bad.


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