Gregs Tagebücher Meller Kids malen coole Comics aus Gregs Welt

Von Marita Kammeier

Ideenreich zeichnen die Kinder und Jugendlichen Comicfiguren aus der Buchreihe „Gregs Tagebücher“ nach der Anleitung von Charlotte Hoffmann. Foto: Marita KammeierIdeenreich zeichnen die Kinder und Jugendlichen Comicfiguren aus der Buchreihe „Gregs Tagebücher“ nach der Anleitung von Charlotte Hoffmann. Foto: Marita Kammeier

Melle. Auf Einladung der Buchhandlung Sutmöller lernten 40 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren das professionelle Zeichnen von Comicfiguren.

„Mehr als 30 Personen gibt es in Gregs Welt, vom kleinen, ängstlichen Bruder Manni bis zum seltsamen Nachbarn Fregley“, überschlägt Mattis, während er konzentriert Kurztexte über seine Zeichnungen setzt. Gelesen hat der Elfjährige alle bisher erschienenen Bestsellerbände von „Gregs Tagebuch“, mit Ausnahme des neuesten. Sein Nachbar Oliver überlegt derweil: „Wie wird Mom gezeichnet?“

Drei Herzchen für Liebe

Andere Frage: Welchen Gesichtsausdruck hat Greg zum Beispiel, wenn er ein Mädchen gut findet? „Setzt drei Herzchen für Verliebtheit über die Stoppelhaare“, lautete die Anregung von Charlotte Hoffmann.

Schritt für Schritt zeichnete die Designerin und Illustratorin aus Berlin die Figuren vor, wobei sie die Gruppe immer wieder ermutigte: „Das habe ich lange geübt und sogar studiert. Lasst euch daher Zeit und setzt eigene Ideen um.“ Ein wichtiges Thema im Kurs waren die Perspektiven und das richtige Zeichnen der Linien.

Als Hilfestellung für Gregs Kopf diente eine Uhr. „Die Haare setzen wir auf ein Uhr, bei fünf Uhr zeichnen wir eine leichte Krümmung“, verriet die Kursleiterin, während sie blitzschnell und detailgetreu zahlreiche Beispiele auf das Papier brachte. „Greg geht immer krumm und hat die Mundwinkel nach unten gezogen.“

Das erste Auge sah aus wie eine Kaffeebohne. „Den Arm spaghettimäßig zeichnen und vier Finger wie Würstchen“, lautete die Anweisung. Der Daumen sollte so lang sein wie die Nase. Die Königsdisziplin beim Zeichnen seien die Beine, erfuhren die Kinder. Wegen der Perspektive sollte das linke Bein kürzer sein. Bei Anwendung der Vier-Kopf-Regelung stimmte dann auch die Länge.

Für jede Figur erhielt die Gruppe Anleitungen und Tipps. An eigenen Ideen mangelte es den Kindern nicht. Erste Bleistift-Skizzen nahmen mit Finelinern Konturen an oder wurden wieder ausradiert. Noah tauchte vollständig ein in Gregs chaotische Welt und erklärte seine Zeichnung: „Ich bringe das Kabelgewirr in seinem Zimmer auf Papier.“ Sein Nachbar tüftelte währenddessen an einer Brückenkonstruktion für die Comicfigur.

Leise und konzentriert arbeitete die Gruppe, bastelte an den Figuren, holte Anregungen aus den Büchern und dachte sich neue Geschichten aus.


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