Fragen an Uschi Thöle-Ehlhardt Die Nikolauszentrale in Buer öffnet wieder

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Buer. Das Team des Jugendwagons Buer richtet am 28. (14 bis 19 Uhr) und 29. November (9 bis 18 Uhr) im Edeka-Markt Adam in Buer wieder die Nikolauszentrale ein. Dort kann man ein kleines Präsent erwerben, das dem Empfänger in der Nikolausnacht zugestellt wird. Wir sprachen mit Organisatorin Uschi Thöle-Ehlhardt.

Frau Thöle-Ehlhardt, wie hat sich die Resonanz entwickelt?

Ausgesprochen gut. Wir machen das jetzt seit 14 Jahren. Wir sind mit etwa 120 Päckchen angefangen, lagen dann lange bei 150. In den letzten zwei, drei Jahren ist es auf über 200 angestiegen. Mehr ist auch kaum zu bewältigen.

Welche Personengruppen nutzen den Service und wer sind die Empfänger?

Empfänger sind keine Kinder, das ist nicht unsere Zielgruppe. Sondern eher die mittlere und ältere Generation; zum Beispiel, weil jemand mal Danke sagen möchte für eine Hilfe. Es gibt aber auch Jugendliche, die ihrer Freundin einen netten Brief schreiben. Und manche verschicken ihr Präsent ohne Absender. Manchmal rufen deshalb Leute an und fragen mich, wer das geschickt hat. Das verrate ich natürlich nicht. Ein Auswärtiger hat unseren Stand mal gesehen und und fand das so toll, dass er sich erkundigt hat, wem er in Buer etwas zukommen lassen könnte. Da gingen dann sechs Pakete an eine Mädchenwohngruppe.

Wie viele Personen sind denn an der Umsetzung beteiligt?

Etwa acht bis zehn. Der Erlös ist für die offene Jugendarbeit in Buer, aber finanziell lohnt sich das nur bedingt. Es macht Spaß, weil man Freude schenkt. Wir versuchen, die Jugendlichen einzubinden. Die Tour geht nachts um 3, 4 Uhr los und dann ist es ja auch schön, wenn man eine Begleitung hat. Wir bilden dann Fahrgemeinschaften und jeder überbringt etwa 50 Beutel.

Die Zuverlässigkeit ist ganz, ganz wichtig. Das hat bislang nur zweimal nicht geklappt. Einmal waren Name und Adresse falsch, das haben wir bis heute nicht herausbekommen – vielleicht meldet sich ja noch jemand. Und beim anderen Mal hatten wir zwar pünktlich geliefert, aber die Zeitungsfrau hatte das mitgenommen, weil sie dachte, das Päckch en wäre für sie.


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