Im Stadtplan nicht zu finden Tiefster Punkt in Melle im östlichsten Zipfel

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Melle. Für Menschen mit geografischem Verständnis ist es keine Überraschung: Der tiefste Punkt der Flächenstadt Melle befindet sich an der in West-Ost-Richtung fließenden Else ganz im Osten des Grönegaus. Und zwar fast genau an der Stelle, an der die Warmenau in die Else mündet. Im Gegensatz zum höchsten Punkt in Buer-Holzhausen (wir berichteten), gibt es zur genauen Lage der tiefsten Stelle (zumindest bislang) keine unterschiedlichen Auffassungen.

Die niedrigste Stelle des Stadtgebietes ist 14 Kilometer von der höchsten Erhebung entfernt. Sie wird von einem vor 20 Jahren von der Stadt Melle aufgestellten Findling markiert. Eine Bronzetafel informiert die Besucher darüber, dass sie sich dort nur 64,30 Meter über dem Meeresspiegel (NN) befinden.

„Der Findling wurde aber 200 Meter südwestlich vom tatsächlichen Tiefstpunkt der Stadt Melle platziert“, berichtet Hartmut Rahe, der die Flächen in diesem Bereich landwirtschaftlich nutzt. „Denn die wirkliche niedrigste Stelle direkt an der Else ist für Ausflügler gar nicht zu erreichen, da ein Acker den Weg versperrt“, erklärt der Groß Aschener Landwirt. Deshalb habe die Stadt den Stein mit Bronzetafel am Ende eines Grasweges aufgestellt – an der letzten zugänglichen Stelle vor der Warmenau-Mündung.

Aber auch dieser Grasweg ist, zumindest bei feuchter Witterung, nur mit Gummistiefeln begehbar. „Schließlich handelt es sich um ein natürliches Hochwasser- und Überschwemmungsgebiet“, meint der Groß Aschener Landwirt Herbert Brünger. Dieser Bereich nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen sei ein Rückzugsgebiet für Wildtiere und ansonsten allenfalls interessant für Angler und Jäger. „Dennoch sehe ich an Sommertagen immer mal wieder Ausflügler, die sich den Stein angucken“, widerspricht Rahe.

Das ist durchaus bemerkenswert, da nur in speziellen und detaillierten Wanderkarten auf den tiefsten Punkt hingewiesen wird. In der neuesten Ausgabe des Meller Stadtplanes fehlt nämlich der Ostzipfel des Grönegaus mit der Warmenau-Mündung, ebenso wie in der vorherigen Ausgabe.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN