Zugang zum Bahnhof gesperrt Meller Pendler ärgern sich über Baustelle

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Melle. Die Sanierung der Pestelstraße auf der Nordseite des Bahnhofs ist in vollem Gang. Deshalb ist der Ausgang zum Automuseum und zu den Meller Bergen noch gesperrt. Nur leider gibt es im Bahnhof keinen Hinweis auf die Sperrung, sodass Reisende trotzdem in Richtung Pestelstraße laufen.

Bis zum Beginn der vergangenen Woche war der Zugang zum Bahnhof über die Pestelstraße noch möglich. Viele Pendler nutzen morgens und abends diesen Weg zum Bahnsteig. Zwar war am Montag die Straße, jedoch nicht der Eingang zum Bahnhof gesperrt. Der Bauzaun vor dem Eingang tauchte erst später auf. Eine 28-jährige Mellerin, die jeden Tag zur Arbeit nach Bielefeld pendelt, hatte noch am Dienstag vor der Absperrung ihr Fahrrad geparkt, wie viele andere Pendler auch. Sie habe auch Leute gesehen, die am Morgen ihre Fahrräder am Fahrradständer angeschlossen hätten, erzählt sie.

Fahrräder weg

Am Abend seien die Fahrradständer nebst Fahrrädern weg gewesen. „Ich hatte zum Glück mein Fahrrad nicht angeschlossen. Aber was ist mit den Leuten, die ihre Räder dort angeschlossen hatten“, fragt die Programmiererin zu Recht. Sie ärgert sich darüber, dass es weder im Bahnhof noch oben an der Straße einen Hinweis oder ein Schild gab, auf dem die Sperrung des Zugangs klar angekündigt wurde. Zudem habe der Bauzaun den Treppenabgang nicht völlig versperrt, sodass viele Reisende über diesen Weg doch noch zum Bahngleis gelaufen sind. Da hätte ein Kinderwagen durchgepasst, so groß sei die Lücke in der Absperrung noch gewesen, sagte sie.

Bitte um Verständnis

Thomas Große-Johannböcke hat Verständnis für den Unmut der Pendler. Der Tiefbauamtsleiter musste sich schon zahlreiche Beschwerden am Telefon anhören. Nicht nur von Pendlern, die zum Bahnhof möchten, sondern auch von Anwohnern. „Wir bauen im Bestand. Und da ändern sich Bauabschnitte recht schnell“, erklärte er. Jede Änderung anzukündigen sei gar nicht möglich, weil sich die Sperrungen oder Behinderungen zu schnell ändern, oft von einem Tag auf den anderen. Er hofft auf das Verständnis der Meller, die von der Baustelle genervt sind. Noch vor Ende des Jahres rechnet er mit einer Freigabe der Baustelle. Die Prognose sei allerdings witterungsabhängig, gibt Große-Johannböcke zu bedenken.

Wenn die Pestelstraße saniert ist, gibt es für Pendler 25 Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite an der Bergstraße sowie zahlreiche Fahrradstellplätze direkt oberhalb des Ausgangs vom Bahnhof.

Jürgen Krämer, Sprecher der Stadt, teilte noch mit, der Gehweg an der Pestelstraße könne ab morgen wieder genutzt werden. Damit wäre auch der Zugang zum Bahnhof wieder möglich.


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