Winterstück der Waldbühne Premiere von „Tischlein deck dich“in Melle

Von Conny Rutsch

Das gesamte Ensemble: Herbert Michels, Nadine Schallenberg, Tim Hölschermann, Thomas Brodhuhn, Karin Michels, Yunus Erdemir, Tobias Vinkmann, Till Welpinghaus, Judith Stubbe (von links). Foto: Sebastian OlschewskiDas gesamte Ensemble: Herbert Michels, Nadine Schallenberg, Tim Hölschermann, Thomas Brodhuhn, Karin Michels, Yunus Erdemir, Tobias Vinkmann, Till Welpinghaus, Judith Stubbe (von links). Foto: Sebastian Olschewski

Melle. Wenn eine Ziege lügt und ein Knüppel auf Kommando hört, dann ist Märchenzeit bei der Waldbühne. Regisseur Andreas Pöhler inszenierte „Tischlein deck dich“ und erntete mit seinem Ensemble bei der Premiere am Samstag einen Riesenerfolg.

Der Schneider (Herbert Michels) – im Grunde seines Herzens ein guter Vater – hat in Zornanfällen seine drei Söhne, Fritz (Tim Hölschermann), Franz (Till Welpinghaus) und Fridolin (Yunus Erdemir) aus dem Haus getrieben. Dabei ist er auf die Lügen seiner Ziege hereingefallen, was er aber leider viel zu spät erkannt hat.

Nach drei Jahren Lehrzeit kommen die Söhne zu ihrem Vater zurück, der die Neugier der Nachbarin Lise (Nadine Schallenberg) kaum ertragen kann. Als die tollen Geschenke von Fritz und Franz sich als vollkommen nutzlos erweisen, rastet der Vater wieder einmal aus. Was allerdings keiner weiß: Die echten Gaben, nämlich Tisch und Esel (Tobias Vinkmann) sind von den diebischen Wirtsleuten des Gasthauses „Zu den 2 Raben“ (Wirt: Thomas Brodhuhn, Wirtin: Karin Michels) ausgetauscht worden, was die Guste (Judith Stubbe), die neue Bedienstete im Wirtshaus, leider nicht hat verhindern können. Erst mit Hilfe des Knüppels, dem Geschenk von Fridolin, kommt alles wieder in die richtige Bahn und zu einem „Happy-End“.

Eingängige Lieder, komponiert, getextet und arrangiert von Kristin Blume, Jan-Hendrik Kramer und Jakob Volz, wurden vom Publikum begeistert mitgeklatscht und mitgesungen. Die Kostüme von Katja Goudarzi und die Kulisse von Stephan Leiwe laden in die fantasiereiche Welt der Brüder Grimm und zum Staunen ein.

Ihre große Spielfreude und die Harmonie zwischen den Amateurschauspielern der Waldbühne macht ihre Bühnenpräsenz aus, mit der sie ihr Publikum immer wieder verzaubern. Und auch die vielen Helfer in der Maske, Requisite, an Ton, Beleuchtung und Bühnentechnik tragen ihren Anteil dazu bei, dass jede Aufführung stimmig ist.

„Das war ein vorweihnachtliches Highlight“, sagte eine Mutter, die mit ihrem sechsjährigen Sohn in der Vorstellung war, am Ausgang begeistert.

Die Namen der Doppelbesetzungen: Fynn Borgstadt, Silke Borgstadt, Philip Hodgson, Dagmar Stachorra, Ina Wortmann

Weitere Termine: Samstag, 29. 11., 10.30 und 15.30 Uhr; Sonntag, 30. 11., 15.30 Uhr; Samstag, 6. 12., 15.30 Uhr; Sonntag, 7. 12., 10.30 und 15.30 Uhr; Samstag, 13. 12.,10.30 und 15.30 Uhr, Sonntag, 14. 12., 10.30 und 15.30 Uhr; Samstag, 20. 12., 15.30 Uhr; Sonntag, 21. 12., 15.30 Uhr. Karten: www.waldbuehne-melle.de oder unter Tel. 05422/42442.