Bundesweiter Vorlesetag Geschichten von früh bis spät in Neuenkirchen

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Lasen in der Christophoruskirche aus „Gut gegen Nordwind“: Thomas Schulz und Claudia Hüsemann. Foto: Christina WiesmannLasen in der Christophoruskirche aus „Gut gegen Nordwind“: Thomas Schulz und Claudia Hüsemann. Foto: Christina Wiesmann

cew Neuenkirchen. Der bundesweite Vorlesetag fand am Freitag statt. Auch in Neuenkirchen nahmen Vorleser an einigen, manchmal ungewöhnlichen Orten, Platz, um Geschichten zu lesen. So wie in der Christophoruskirche, in der Claudia Hüsemann und Thomas Schulz am Abend aus dem Briefroman „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer vorlasen.

Die Gründe, um als Vorleser an diesem besonderen Tag dabei zu sein, sind vielfältig. „Ich lese selber sehr viel und sehr gerne“, verrät Claudia Hüsemann ihre Motivation. „Wie wichtig lesen ist, das weiß ich natürlich“, erklärte der pensionierte Deutschlehrer Thomas Schulz.

Die Zuhörer in der Christophoruskirchen waren aus unterschiedlichen Gründen dabei. „Vorlesen ist ein bisschen aus der Mode gekommen“, resümierte Annette Schulz. „Für Erwachsene ist es eher untypisch – aber trotzdem schön.“

Gespannt hörten die Zuhörer die kuriose Geschichte einer fehlgeleiteten E-Mail. Emmi Rothner, die eigentlich nur ein Zeitschriften Abonnement kündigen möchte, schickt ihre Kündigung versehentlich an Leo Leike. Es entsteht ein anfangs nüchterner, später jedoch leidenschaftlicher werdender Dialog mit häufig ungeahnten Wendungen.

Alexandra Babeliowsky, die auch den zweiten Vorlesetag in Neuenkirchen organisiert hat, wünscht sich, dass er sich im Ort etablieren möge. „Es gibt genug Akteure und Menschen, die den Vorlesetag unterstützen.“

Ältere lesen Jüngeren vor

So fanden im Ort Lesungen unterschiedlicher Art statt: In den Kindergärten lasen Mitarbeiterinnen oder die Leseoma den Kleinen bunte Geschichten vor. In der Kantor-Wiebold-Schule lasen Ulla Göhner und Christiane Röper. In der Oberschule gab es ein tolles Projekt zum Vorlesetag: Dort lasen Schüler aus den neunten Klassen jüngeren Schülern aus der vierten Grundschulklasse vor. Vorschüler aus dem Kindergarten hörten im Heimathaus Geschichten von und mit Annelie Buddenbohm, Katja Simon-Edsen las in der Ortsbibliothek.

Im Altenzentrum lasen Mitglieder der Frauenhilfe, im Cafè Schulte traten die Vorleser Dorothea Jöllenbeck und Barbara Daiber in Aktion. Marianne Bodenstein las am späten Nachmittag bei Oermann - in einem Bus am Schulzentrum hatte sie bereits mittags Krimis zum Mitraten für die Schulkinder parat.

Die abendliche Lesung von Claudia Hüsemann und Thomas Schulz wurde aus der Christophoruskirche ins Altenzentrum übertragen. „Das machen wir auch mit den Gottesdiensten“, erklärte Claudia Hüsemann, die in der Kirchengemeinde auch als Lektorin in den Gottesdiensten tätig ist.


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