Ausbreitung verhindert Dachstuhl in Melle stand in hellen Flammen

Von Martin Dove


Melle. Am Samstagabend stand in dem Meller Ortsteil Niederschlochtern auf einem Bauernhof an der Sondermühlener Straße ein Gebäude in Flammen. Mehrere Meller Ortsfeuerwehren konnten verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden.

Wie berichtet , alarmierte die Regionalleitstelle um 21.32 Uhr zunächst die zuständige Alarmeinheit, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Altenmelle, Bakum und Melle-Mitte, sowie die Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen. Auch die Schnelleinsatzgruppe des DRK-Kreisverbandes Melle wurde sicherheitshalber zur Einsatzstelle beordert.

Bereits kurz nach dem Eintreffen ergab die erste Lageeinschätzung von Einsatzleiter Michael Finke, dass der betroffene Gebäudeteil nicht mehr zu retten war. Die Flammen schlugen in diesem Moment aus dem kompletten Dachstuhl. Es bestand jedoch eine Ausbreitungsgefahr auf einen weiteren, direkt angrenzenden Bauabschnitt sowie über einen quer verlaufenden Dachstuhl auf das Nachbargebäude mit Ställen und einer Wohnung.

Um diesen Übergriff der Flammen zu verhindern, setzten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute von drei Stellen aus mehrere Strahlrohre sowie im Korb der Drehleiter ein Wenderohr ein. Bei dem Einsatz wurden zahlreiche Atemschutzgeräteträger benötigt. Die Feuerwehr konnte die Ausbreitung der Flammen auf das Wohngebäude schließlich verhindern.

Wegen der ländlichen Lage war es erforderlich, die Wasserversorgung mit mehreren Fahrzeugen mit Wassertanks sicherzustellen. Deshalb wurden die Ortsfeuerwehren Neuenkirchen, Oldendorf und Borgloh nach Niederschlochtern hinzualarmiert. Mehrere Tanklöschfahrzeuge brachten das Wasser von einer entfernt liegenden Wasserentnahmestelle zum Brandort.

Unter dem brennenden Dachstuhl befanden sich ungenutzte Ställe. Im Nachbargebäude war jedoch eine größere Anzahl Schweine untergebracht. Die Feuerwehr versorgte sie mit einem Hochleistungslüfter mit Frischluft. Die abschließenden Löscharbeiten der Ehrenamtlichen zogen sich noch bis weit in die Nacht. Mit einer Wärmebildkamera wurden verbliebene Glutnester gesucht und abgelöscht.

Über die Brandursache gab es bei der Polizei Melle bis Sonntagabend keine Erkenntnisse. Die Brandursachenermittler der Polizei führen am Montag an der beschlagnahmten Brandstelle weitere Untersuchungen durch. Einer ersten Schätzung zufolge soll der entstandene Sachschaden bei rund 100000 Euro liegen.


Eine Sache des Ehrenamts: In den Reihen der Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Melle gibt es keinen einzigen Hauptberuflichen. Der Dienst am Nächsten ist rein ehrenamtlich organisiert. Das bedeutet, dass die Feuerwehrkräfte jederzeit auf Abruf stehen – nicht nur in ihrer Freizeit, sondern zum Beispiel auch während der Arbeitzeit in ihrem eigentlichen Beruf. Damit die Ehrenamtlichen ihre Aufgaben erfüllen können – vom Bedienen der Geräte über den Einsatz mit Atemschutzgeräten bis hin zum Einschätzen der Lage als Einsatzleiter –, leisten sie zahlreiche Ausbildungs- und Dienststunden.

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