Astrid Lindgren-Haus eröffnet Ort für heilpädagogische Behandlung in Melle

Gemeinsam für das Astrid-Lindgren-Haus: Christa Debbeler (links) und Elke-Petra Voss.Foto: Christina WiesmannGemeinsam für das Astrid-Lindgren-Haus: Christa Debbeler (links) und Elke-Petra Voss.Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. Am Freitag war es soweit: Das Astrid Lindgren-Haus an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Melle wurde offiziell eingeweiht.

Mit viel Hingabe und Liebe zum Detail ist an der BBS ein Ort zur heilpädagogischen Behandlung kleiner und großer Menschen entstanden.

Die Idee zu einer Vernetzungsstelle von Theorie und Praxis trugen Christa Debbeler und Elke-Petra Voss vom Leiterteam der Fachschule für Heilpädagogik schon lange im Herzen. Mit der tatkräftigen Hilfe zahlreicher Unterstützer wurde „ihr“ Astrid Lindgren-Haus realisiert.

Aus der ehemaligen Hausmeisterwohnung der BBS entstand das Haus, das nun den Namen der Schriftstellerin trägt, die mit Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga zwei besondere und liebenswerte Charaktere geschaffen hat. „Warum dieser Name?“, fragte Hermann Krüssel, Schulleiter der BBS. Die Antwort schickte er direkt hinterher: „Jeder kennt Pippi und Michel. Sie sind vielfältig und bunt, lebendig, lebensklug und individuell.“

Christa Debbeler ergänzte: „Die Märchen Astrid Lindgrens spannen eine Art Bogen vom Leben bis zum Tod. Sie lässt nichts aus. Auch wir Heilpädagogen gehen diesen Weg.“

Das Astrid Lindgren-Haus ist in seiner Art im Landkreis Osnabrück einzigartig, die Zusammenarbeit zwischen örtlichen und überörtlichen Trägern läuft vorbildlich.

Seit einiger Zeit schon kommt Norbert Jansen, Mitarbeiter der Osnabrücker Autismus-Ambulanz nach Melle, um mit autistischen Kindern die neuen Räume zu nutzen. Er fand bewegende Worte: „Das Haus und die Möglichkeiten hier sind für uns alle ein großes Glück.“