Jes-Projekt des Kirchenkreises Susanne Jonen absolviert in Melle ein dreigeteiltes FSJ

Absolviert ein FSJ: Susanne Jonen. Foto: Christina WiesmannAbsolviert ein FSJ: Susanne Jonen. Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. 17 Jahre ist Susanne Jonen jung und sie absolviert seit dem 1. September ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Es ist dreigeteilt und findet im Rahmen des „Jes-Projektes“ (jung, evangelisch, sozial engagiert) der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte statt.

Susanne Jonen ist in drei unterschiedlichen Bereichen tätig. Zu ihren Einsatzorten zählen die Kindertagesstätte des Evangelischen Familienzentrums, die Ganztagsbetreuung der Grönenbergschule und die kirchliche Jugendarbeit in der Petrigemeinde und im Kirchenkreis.

Warum entschied sie sich zu einem FSJ? „Ich komme aus Bonn, mein Freund kommt aus Melle. Nach meinem Realschulabschluss suchte ich nach einer Orientierung.“ Das FSJ war ihr nicht unbekannt: „Meine Schwester hat ein FSJ bei einer Suchtberatung gemacht.“

Im Internet stieß die 17-jährige auf das „Jes-Projekt“ des Evangelischen Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte. Und obwohl sie den „sozialen Berufen nicht so zugetan ist und ich eigentlich Tischlerin werden möchte“, entschied sie sich dazu. „Hier bekomme ich nun einen ganz anderen Blickwinkel auf die Dinge“, erklärt sie.

In der Kita-Gruppe, in der sie im Familienzentrum eingesetzt wird, sind Kinder ab zwei Jahren. „Der Umgang mit den kleineren Kindern war zuerst nicht so einfach“, erzählt sie weiter, „doch es klappt immer besser.“ Als sie nach einer von insgesamt sechs Seminarwochen zurück in die Kita kommt, erfährt sie, dass die Kinder sie vermisst haben. „Das ist schon schön“, schmunzelt sie.

Der Leiter des Familienzentrums, Diakon Christian Stöppelmann, schätzt die verlässlichen FSJler, die den Mitarbeitern zur Seite stehen und auch als Begleiter mit auf Familienfreizeiten fahren. „Sie sind nah dran am Geschehen und die Kooperation zwischen den Einsatzorten klappt gut.“ Er sieht das FSJ als „gute Möglichkeit zur beruflichen Orientierung – schließlich wird dabei ein sinnvoller Beitrag für die Gesellschaft geleistet“.

Bis zum nächsten Sommer ist Susi, wie sie von den Kindern genannt wird, vor Ort. Dann möchte sie eine Ausbildung beginnen. Doch die Erfahrungen, die sie in ihrem einjährigen FSJ gesammelt hat, wird sie mitnehmen.