„Abend der Industrie“ Informative „Spätschicht“ bei Assmann in Westerhausen

Von Martin Heuer

Über Mikrofon informiert Andreas Fipp die Besucher über den Produktionsprozess bei Assmann Büromöbel. Foto: Martin HeuerÜber Mikrofon informiert Andreas Fipp die Besucher über den Produktionsprozess bei Assmann Büromöbel. Foto: Martin Heuer

Oldendorf. Einen „Abend der Industrie“ erlebten rund 30 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen am Mittwoch beim Büromöbel-Hersteller Assmann in Westerhausen. Im Mittelpunkt der informativen „Spätschicht“ stand die Besichtigung der Produktion.

Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer wurden die Besucher von Firmenchef Dirk Aßmann zu Beginn in die Geschichte des Unternehmens eingeweiht. Seit den Anfängen im Jahr 1939 blieb das Unternehmen Assmann seinem Standort treu. In dritter Generation leitet Assmann seit 1999 die Firma als geschäftsführender Gesellschafter. Mit modernsten Fertigungsanlagen werden Büromöbel für das einfache bis gehobene Anspruchsniveau produziert.

Belegschaft als „Motor“

Als Erfolgsmotor hob Assmann seine 310-köpfige Belegschaft hervor. Durch die starke Automatisierung sei es gelungen, eine hohe Produktivität zu erreichen, die „50 Prozent über Branchendurchschnitt liege“. „Gute Arbeit, die in Deutschland finanzierbar bleibt“, nennt Assmann das Firmenprinzip.

Erst nach zehnjähriger Firmenzugehörigkeit sei man ein richtiger „Assi“, erklärte der Firmenchef mit einem Augenzwinkern. „Über kontinuierliche Verbesserung der Produktionseffizienz, Investitionen in Fertigungsanlagen und die Weiterentwicklung des Sortiments erhalten wir uns die nötige Flexibilität für individuelle Produktlösungen“, so Assmann über seine Firma, die in diesem Jahr einen Umsatz von 83 Millionen Euro machen wird.

Frei nach dem Motto: „Wir bekommen unsere Fachkräfte nicht auf dem Markt“, engagiert sich das Unternehmen auch in der Ausbildung. In vier Berufsbildern werden 16 Auszubildende geschult.

Detaillierte Einblicke in die hochautomatisierte Fertigung, die strukturierte Organisation der Arbeitsprozesse und die neue Laserkantentechnik vermittelte den Gästen anschließend Andreas Fipp, der Leiter der Betriebsplanung.

In gemeinsamer Entwicklungsarbeit hatte Assmann zusammen mit dem Anlagenbauer IMA 2011 begonnen, die komplette Vorfertigung durchgängig neu zu strukturieren mit dem Ziel, die Produktivität weiter zu erhöhen. Der Umbau der Produktion wurde 2014 abgeschlossen. Insgesamt investiert das Familienunternehmen dafür 15 Millionen Euro.

Ebenfalls investierte Assmann in seinen Hörgarten, in dem Geräusche sichtbar gemacht werden. „Gerade in Zeiten der Großraumbüros ist es sehr wichtig, die Wirkung von Geräuschen zu erkennen“, erklärte Fipp.

Die „Spätschicht“ ist Teil der gemeinsamen Kampagne „Industrie ist Zukunft“ und findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. „Wir möchten damit zeigen, dass die Industrie nicht nur ein unverzichtbarer Teil unserer Wirtschaft ist, sondern im Kleinen auch ein guter Nachbar für uns alle“, sagten Marco Graf und Axel Busch, Hauptgeschäftsführer der veranstaltenden IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim und des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim (IAV).

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