Forderung der Gewerkschaft Warme Toiletten für Baustellen in Melle - und zwar sofort!

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Damit Bauarbeiter auf der Toilette nicht mehr frieren müssen, sollen die mobilen WCs beheizbar sein. Foto: IG BauDamit Bauarbeiter auf der Toilette nicht mehr frieren müssen, sollen die mobilen WCs beheizbar sein. Foto: IG Bau

Melle. Schluss mit der eiskalten Klobrille, Schluss mit dem Bibbern auf dem stillen Örtchen. Die Gewerkschaft IG Bau in Osnabrück fordert in einer Pressemitteilung das beheizte mobile Klo für jede Baustelle. Ab sofort. In Melle ist Ulrich Schwutke, Obermeister der Bauinnung, ziemlich irritiert. Und das, obwohl am 19. November Welttoilettentag war.

Eine aktuelle Arbeitsstätten-Regel schreibe das 18 Grad warme WC vor, heißt es in der Mitteilung. Von Oktober bis April sollen die mobilen Toilettenhäuschen beheizbar sein.

Ulrich Schwutke kann sich über die Forderung nur wundern. „Auf größeren Baustellen ab einer gewissen Mannstundenzahl ist ein WC mit Waschbecken eh vorgeschrieben“, stellt Schwutke klar. Diese Toilettenanlage müsse man zwangsweise beheizen, weil sonst das Wasser in den Leitungen gefriere.

Auf einer Kleinbaustelle, beispielsweise bei einem Anbau eines Wintergartens, sei das mobile Klo nur schwer zu beheizen, gibt Schwutke zu bedenken. „Wenn Sie drei Monate lang ein Dixi-Klo in ihrem Garten beheizen müssen, können da Kosten von 1000 Euro anfallen“, rechnet er vor. Die praktische Umsetzung einer solchen Forderung sei sehr schwierig.

Handcreme erwünscht

Dennoch wünscht sich der Bezirksvizechef der IG Bau Osnabrück-Emsland, Friedrich Pfohl, dass Unternehmen im Raum Osnabrück eine elektrische Zusatzheizung in den Kabinen von mobilen Toiletten installieren. Er wünscht sich allerdings auch für die Bauarbeiter neben der Seife noch Handdesinfektion und eine Hautpflege zum Einreiben der Hände.


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