Handball: Weser-Ems-Liga HSG: Herren verlieren Derby – Frauen erkämpfen Punkt

Hoch hinaus: Jan Möllers zieht aus aus vollem Lauf ab. Foto: Rolf DieckhönerHoch hinaus: Jan Möllers zieht aus aus vollem Lauf ab. Foto: Rolf Dieckhöner

Melle. In der Handball-Weser-Ems-Liga holten die Damen der HSG Grönegau-Melle einen Punkt gegen den Tabellenzweiten Steinfeld, während die Herren ein hitziges Derby gegen Bissendorf-Holte verloren.

HSG Grönegau-Melle Männer - TV Bissendorf-Holte II 26:28 (11:15)

Die Tiger leisteten sich schnell vorne wie hinten zu viele Fehler, die der TVB zum Torerfolg nutzte. Bereits nach zehn Minuten lief die HSG einem permanenten Rückstand hinterher. Völlig unnötige Provokationen heizten die Atmosphäre auf dem Spielfeld zusätzlich auf. Schon früh zeichnete sich ab, dass das Schiedsrichtergespann nicht in der Lage war, die aufkommende Härte aus dem Spiel zu nehmen. Bissendorf nutzte die Situation für sich besser aus und führte mit vier Treffern zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Mehrfach wurde der HSG der Vorteil weggepfiffen, was nicht nur die Pulsfrequenz von HSG-Coach Jörg Pag erhöhte. „Dennoch haben wir selbst die Möglichkeiten gehabt, das Spiel für uns besser zu gestalten und Zählbares mitzunehmen. Für unsere unsauberen Lösungen wurden wir zu Recht bestraft, aber für die sauberen eben auch, und das ärgert mich“, so Pag. Unter dem Strich war der Sieg für Bissendorf nicht unverdient, weil sie in manchen Situationen cleverer waren, ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

HSG: Sven Oberdiek (TW), Carsten Placke (TW), Daniel Hoffmann (5), Sascha Osthues (4), Lukas Vahle, Jan Möllers (3), Björn Tiedtke (2), Jannik Lampen (2/1), Nico Lindenthal (3), Kerke Usslepp, Felix Bock (3), Tino Topheide (1), Julian Hülskötter (3).

Damen

HSG Grönegau-Melle - SV Falke Steinfeld 25:25 (14:13)

Das HSG-Trainerteam hatte die Mannschaft in der Abwehr defensiver eingestellt, während im Angriff die trainierten spielerischen Elemente angewandt werden sollten. Erst nach einer Meller 5:1-Führung kamen die Gäste besser ins Spiel, beim 7:10 schien das Spiel endgültig zu kippen. In der folgenden Auszeit wurden HSG-Damen wieder neu eingestellt, Folge war das 10:10. Mit einer aggressiven Abwehr und schnellem Spiel vorne erkämpfte die HSG die 14:13-Halbzeitführung.

In der zweiten Halbzeit ging das knappe Duell bis zum Stand von 23:21 weiter. Carolin Oberhaus wurde in den letzten 15 Minuten mit einer kurzen Deckung bedacht, Melanie Hagemann saß mit einer Fußverletzung auf der Bank, und Ina Wien-Tiedtke verstauchte sich auch noch den Finger. Der Rest des Teams brachte die letzten Minuten mit der tollen Unterstützung des Publikums mit 25:25 über die Bühne.

„Ich bin mit meiner Mannschaft heute sehr zufrieden. Wir haben mit einer sehr geschlossenen und aggressiven Teamleistung einen Punkt erkämpft. Das bringt viel Selbstvertrauen; endlich haben die Mädels gezeigt was sie können“, kommentierte ein glücklicher Meller Coach Uwe Dütscher.

HSG: Alisa Hoffmann (TW), Anika Berkefeld (TW), Kim-Meike Rosendahl (TW), Carolin Oberhaus (7), Diandra Ratke (2), Silke Sienkamp, Anna-Maria Dieckmann (7), Marie-Luise Rackmann (4), Ina Wien-Tiedtke (3), Michaela Lange, Carina Beinker, Melanie Hagemann (2), Julia Höpfner, Lena Frehsmann.