Schüler gestalten Feierstunde am Volkstrauertag Bewegende Gedenkveranstaltung in Melle

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Bewegend: Mats Wolke, Clara Mehlhase und Shannon Vallo (von links) schilderten mit bewegenden Worten ihre Erfahrungen zu Kriegsgedenkfeiern in Ypern (Flandern) und Melle (Belgien). Foto: Christina WiesmannBewegend: Mats Wolke, Clara Mehlhase und Shannon Vallo (von links) schilderten mit bewegenden Worten ihre Erfahrungen zu Kriegsgedenkfeiern in Ypern (Flandern) und Melle (Belgien). Foto: Christina Wiesmann

Aus Anlass des Volkstrauertages haben in verschiedenen Orten im Grönegau stattgefunden, so auch an der Gedenkstätte im Grönenbergpark.

cew Melle. Aus Anlass des Volkstrauertages haben in verschiedenen Orten im Grönegau Gedenkveranstaltungen stattgefunden, so auch an der Gedenkstätte im Grönenbergpark. Maßgeblich gestalteten Schüler des Gymnasiums und der Ratsschule die Feierstunde, die Bläsergruppe des Gymnasiums schuf den musikalischen Rahmen.

In ihrer Begrüßung erinnerte Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel: „Der Beginn des Ersten Weltkrieges liegt 100 Jahre zurück, der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges liegt 75 Jahre zurück. Beide Kriege forderten Millionen Opfer.“

Und sie zeigen auch viele Jahre danach auf erschreckende Weise das verheerende Ausmaß, das die menschenverachtenden Wirren der Kriege hinterlassen haben. Eine Mahnung, die uns alle betrifft und die zeigt, wie wichtig Versöhnung und Frieden auf der Welt sind.

Ergreifender Moment

In bewegenden Worten schilderten Clara Mehlhase, Shannon Vallo und Mats Wolke, Schüler des Meller Gymnasiums, die Erfahrungen, die ihnen ein knapp einwöchiger Aufenthalt im Rahmen eines trinationalen Projektes bereitete. Sie erlebten gemeinsam mit Schülern aus Melle (Frankreich) und Melle (Belgien) im flandrischen Ypern eine Zeremonie, die zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges täglich stattfindet.

Sie schilderten das Erlebte so: „Was uns sehr überrascht hat, war die große Zahl an Gästen, die an der Zeremonie teilnahmen. Wir hatten zwar damit gerechnet, dass im 100. Jahr nach Beginn des Ersten Weltkrieges reges Interesse herrschen würde, aber dass weit mehr als 1000 Besucher die rund 15-minütige Veranstaltung verfolgten, war für uns doch sehr unerwartet.“ Denn, auch das betonten die Schüler: „Diese Gedenkfeier findet mit ähnlich großer Anteilnahme jeden Abend statt.“

Im belgischen Melle nahmen sechs Schüler erstmals aktiv an der Gedenkfeier teil, die zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges stets am 11. Oktober stattfindet. Eine Schülerin des Gymnasiums trug in deutscher Übersetzung ein französisches Gedicht vor. Dieses wurde danach von einer belgischen und einer französischen Schülerin in deren jeweiliger Muttersprache vorgetragen – ein ergreifender Moment für die Teilnehmenden aus dem Grönegau. Sie tragen das Erlebte nun in ihren Herzen, vor allem aber wissen sie: „Wir begreifen die beiden Weltkriege nicht mehr in erster Linie als nationalgeschichtliches Ereignis, sondern als eine gesamteuropäische Erfahrung von Gewalt und Tod.“

Einen Spendenaufruf für die öffentliche Sammlung des Völkerbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge machte der Ratsschüler Timon Kuhlmann.

Im Anschluss erfolgten unter Beteiligung der Ortsvereine und -verbände, der Feuerwehren und weiterer Teilnehmer Kranzniederlegungen am „Kreuz des Ostens“ und am „Ehrenmal der Regenwalder“.


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