Genau passend zum Volkstrauertag Gedenkstätte in Melle erhält neue Edelstahlplatte

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Eine neue Edelstahlplatte erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges: Heike Wiesemann, Gerda Hövel, Jutta Dettmann, Mathias Fiebig und Dennis Corduan an der Gedenkstätte im Grönenbergpark. Foto: Simone GraweEine neue Edelstahlplatte erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges: Heike Wiesemann, Gerda Hövel, Jutta Dettmann, Mathias Fiebig und Dennis Corduan an der Gedenkstätte im Grönenbergpark. Foto: Simone Grawe

Melle. Das ist perfektes Timing: Das Denkmal im Grönenbergpark hat gestern eine neue Edelstahlplatte mit den Namen der 172 im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Melle erhalten, genau rechtzeitig zum Volkstrauertag.

Es ist ein Ort des Erinnerns, der Ruhe und der Besinnung, der jetzt nach einer Anregung des Ortsrates Melle-Mitte mit seinem Arbeitskreis „Kultur und Festivitäten“ sichtlich aufgewertet wurde. An der Sandsteinsäule hatte der Zahn der Zeit enorm genagt.

Die dort eingemeißelten Namen sind verblasst und kaum noch zu erkennen, eine Tatsache, die Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel dazu veranlasste, im Ortsrat zu fragen, wie die Namen wohl wieder lesbar gemacht werden könnten: „Gerade vor dem Hintergrund, dass sich in diesem Jahr der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal jährt“, betonte Gerda Hövel bei der Installation der neuen Tafel.

Nach ihrer Anregung haben sich mehrere Fachleute ein Bild vor Ort gemacht, zudem tagte mehrmals der Arbeitskreis unter der Federführung von Jutta Dettmann. Verschiedene Varianten kamen ins Spiel, so zum Beispiel der Vorschlag, rostigen Stahl zu verwenden oder Platten aus Holz oder Stein anzubringen.

Letztlich erhielt das Unternehmen Gla-wel den Auftrag für eine Edelstahlplatte. Die Firma fertigte ein rechteckiges 85 mal 61 Zentimeter großes Feld aus gebürstetem Edelstahl an, auf dem in alphabetischer Reihenfolge die Namen aller 172 Gefallenen mit einer speziellen Lasergravur aufgelistet sind. Sie wiegt 35 Kilo. Die Kosten in Höhe von 1500 Euro trägt die Stadt, erklärte Heike Wiesemann am Donnerstag beim Ortstermin.

„Schön ist, dass die Tafel direkt unter der Jahreszahl installiert werden kann, sodass von dem ursprünglichen Denkmal nichts verdeckt wird“, meinte Gerda Hövel: „Wirklich eine gute Lösung.“

So sieht es auch Jutta Dettmann, die sich darüber freut, dass nunmehr alle Namen gut lesbar sind und Altes bewahrt werden konnte. Erfreulich sei zudem, dass die Anlage genau zum Volkstrauertag fertiggestellt ist, denn genau an dieser Stelle findet am Sonntag die zentrale Gedenkfeier statt.

„Es wäre schön, wenn dazu viele Menschen kommen würden“, ergänzte Gerda Hövel im Vorfeld der um 11 Uhr beginnenden Feierstunde. Drei Schüler des Gymnasiums werden eine Rede halten. In ihrem Vortrag wollen die Jugendlichen auf eine ganz andere Art des Gedenkens hinweisen, wie sie es bei ihrer Exkursion in das belgische Melle kennengelernt haben. Dort waren die Elftklässler bei der 100-jährigen Gedenkfeier zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg zu Gast. Neben den Rednern spielt außerdem die Bläsergruppe des Gymnasiums. Auch einige Ratsschüler sind beteiligt.


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