„Toten Winkel“ selbst erleben Lastwagen kommt auf den Schulhof der IGS Melle

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Von außen gruppieren sich die IGS-Schüler aus der 5e um das Feld, das der Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen nicht einsehen kann .Foto: Norbert WiegandVon außen gruppieren sich die IGS-Schüler aus der 5e um das Feld, das der Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen nicht einsehen kann .Foto: Norbert Wiegand

Melle. Vom „Toten Winkel“ hatten die meisten Schüler der fünften und sechsten Klassen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Melle schon gehört, aber selbst erlebt hatten sie ihn noch nicht. „Ich kann keine Mitschüler von mir sehen“, rief Stella Maurer , als sie im Fahrerhaus eines Lkw saß und in den Rückspiegel schaute.

Alle Schüler aus ihrer Klasse hatten sich nämlich in ein von der Verkehrswacht Georgsmarienhütte vorbereitetes Feld gestellt, das den „toten Winkel“ markierte. Ein großer Lkw der Spedition Koch war extra auf den Schulhof gefahren, damit Jürgen Mertens von der Verkehrswacht 150 Schülerinnen und Schüler der IGS direkt und anschaulich mit den Sichtproblemen von Lkw-Fahrern vertraut machen konnte.

GefahrimStraßenverkehr

Die Aktion, die die Problematik des toten Winkels in äußerst praktischer Weise deutlich machte, wurde von den Witschaftsjunioren Osnabrück organisiert. „Wir wollen die Mädchen und Jungen für diese oft unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr sensibilisieren“, begründete Sprecherin Nancy Plaßmann die Initiative der Wirtschaftsjunioren. Sie wies in diesem Zusammenhang auch auf die vielen Unfälle hin, die in der jüngeren Vergangenheit gerade Radfahrer mit rechts abbiegenden Lkw erleiden mussten. „Mit unserer rein ehrenamtlichen Aktion übernehmen wir Verantwortung und hoffen, vielleicht so künftig den einen oder anderen Unfall vermeiden zu können“, ergänzte Nancy Plaßmann.

Verkehrswacht-Sprecher Jürgen Mertens machte den 150 jungen Leuten klar, dass es neben dem beim Rechtsabbiegen so gefährlichen „toten Winkel“ weitere gefährliche Aufenthaltsbereiche bei stehenden Lastkraftwagen gibt. Dazu gehören die Bereiche hinter dem Heck, direkt vor der Beifahrertür und direkt unter der Windschutzscheibe, die alle vom Lkw-Fahrer beim Anfahren nicht eingesehen werden können.

Praktische Präsentation

„Den toten Winkel selbst zu erleben ist viel beeindruckender als die beste theoretische Erklärung“, freute sich IGS-Schulleiterin Marlies Brüggemann über die Aktion, die sich bei den meisten Schülern in den Köpfen festsetzen wird. Von vielen „erkennbaren Aha-Erlebnissen“ bei den jungen Leuten sprach Jürgen Mertens.

Zufrieden über den Verlauf der insgesamt dreieinhalbstündigen praktischen Präsentation mit 150 Schülern äußerte sich auch Wirtschaftsjuniorin Nancy Plaßmann: „Unsere erste Veranstaltung dieser Art ist gelungen. Weitere interessierte Schulen können sich per E-Mail „wjos-geschaeftsfuehrung@osnabrueck.ihk.de“ bei uns melden, um einen Termin für eine solche Schulung auszumachen.“


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