Damen ohne Chance Meller Handballherren erobern die Spitze

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Von der Emlichheimer Abwehr nicht zu halten ist Lukas Vahle (beim Wurf). Foto: Rolf DieckhönerVon der Emlichheimer Abwehr nicht zu halten ist Lukas Vahle (beim Wurf). Foto: Rolf Dieckhöner

Melle. Beide Mannschaften der HSG Grönegau-Melle hatten in den Weser-Ems-Ligen Personalsorgen. Den Herren gelang trotzdem ein Sieg und die Eroberung der Tabellenspitze, die Damen mussten der fehlenden Wechselmöglichkeit Tribut zollen und verloren.

HSG Grönegau-Melle (Herren) - SC Union Emlichheim 36:15 (20:7)

HSG-Coach Jörg Pag standen neben den langzeitverletzten Marco Lietmann und Mattis Krystosek auch Jannik Lampen (weilt im Ausland), Nils Hohnsträter, Christian Möllers und Torhüter Carsten Placke (alle verletzt) nicht zur Verfügung. Unterstützung kam von André Heidenescher, der eigentlich wegen seiner Knieprobleme aufgehört hatte, dem langjährigen Stammtorhüter der Tiger, Nico Roider, aus der Reserve sowie den beiden A-Junioren Bjorn Spence und Marcel Demiri.

Mit einer offensiven und aggressiven Deckung ließen die Tiger die Gäste im Angriff überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Zudem nahm sich Union mit zwei sehr frühen Zeitstrafen nach knapp drei und vier Spielminuten selbst jede Chance, den eigenen Rhythmus zu finden. Als Felix Bock nach zehn Minuten zum 7:1 für die HSG einnetzte, war die Partie im Grunde bereits entschieden. In der Folge störte die sehr agile 3:2:1-Deckung der HSG mit einem sehr aufmerksamen Nico Lindenthal auf der Spitze immer wieder den Spielaufbau der Unioner. Obwohl die HSG bei ihren Tempogegenstößen einige Tormöglichkeiten ausließ, war der 20:7-Pausenstand bereits mehr als deutlich.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel einseitig. Pag wechselt munter durch, ohne dass dies dem Spielfluss einen Abbruch tat. Angeführt vom sehr gut aufgelegten Björn Tiedtke, schraubte die HSG das Ergebnis gnadenlos immer weiter nach oben. „Da gibt es heute wirklich nichts zu kritisieren“, meinte Coach Pag nach dem Spiel. „Der Gegner war heute nicht stark genug, um uns ernsthaft zu gefährden, dennoch haben wir unsere Konzeption konsequent durchgezogen, wie man am Ergebnis ja auch sieht“, freute sich der Trainer.

HSG: Sven Oberdiek (TW, 10 Paraden), Nico Roider (TW, ab 50. Min./4 Paraden), Daniel Hoffmann, Lukas Vahle (3/1), Sascha Osthues (4), Jan Möllers (2), Björn Tiedtke (5/3), Nico Lindenthal (5), Kerke Usslepp (4), Felix Bock (5), André Heidenescher (1), Bjorn Spence (5), Marcel Demiri (2/1)

SV SW Osterfeine - HSG Grönegau-Melle (Damen) 30:19 (16:11)

Die Tigerenten hatten sich vorgenommen, mit einer 3-2-1-Deckung den körperlich überlegenen Gegner früh zu stören und vorne auf spielerische Elemente zu setzen. Leider gelang dies nur bedingt. Vorne schlossen sie einige gute Spielzüge erfolgreich ab. In der Abwehr jedoch wurde nicht energisch genug zugefasst, sodass Osterfeine sich nach dem 4:3 auf 10:5 absetzen konnte. Diesem Rückstand mussten die Tigerenten dann ständig hinterherlaufen. Zur Halbzeit stand es 16:11.

In der zweiten Halbzeit agierte die HSG dann mit einer defensiveren Deckung, um den Gastgeberinnen weniger Lücken zu bieten. Diese hatten jedoch auch die spielerischen Möglichkeiten, nun verstärkt aus dem Rückraum zum Abschluss zu kommen. Die Tigerenten verloren dann vorne ihre spielerische Linie, und am Ende wurde es dann auch mit 30:19 noch deutlich.

„Wir haben leider vergeblich versucht, eine Spitzenmannschaft zu ärgern“, so der Meller Trainer Uwe Dütscher. „Wir müssen uns auf die Mannschaften in der unteren Hälfte fokussieren und dort die benötigten Punkte holen, dieses Spiel gilt es schnell abzuhaken.“

HSG: Alisa Hoffmann (TW), Kim-Meike Rosendahl (TW), Carolin Oberhaus (4), Diandra Ratke (2), Silke Sienkamp (1), Anna-Maria Dieckmann (4), Marie-Luise Rackmann, Ina Wien-Tiedtke (5), Michaela Lange (2), Carina Beinker (1).


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