Platz vier beim ADAC-Endlauf Meller Lukas Vinkmann freut sich über DM-Bronze

Die Mannschaft vom ADAC Weser-Ems beim Bundesendlauf mit Lukas Vinkmann (unten Mitte) und Marvin Kaja (oben rechts) als weiterem Meller. Foto: Volker VinkmannDie Mannschaft vom ADAC Weser-Ems beim Bundesendlauf mit Lukas Vinkmann (unten Mitte) und Marvin Kaja (oben rechts) als weiterem Meller. Foto: Volker Vinkmann

Melle. Mit Platz drei feierte Lukas Vinkmann vom AC Melle das erfolgreichste Wochenende seiner bisherigen Motorsportkarriere.

In Oschersleben standen zunächst die Meisterschaften im Junioren-Autoslalom auf Bundesebene auf dem Programm. Los ging es beim ADAC-Bundesendlauf im Youngster-Slalom. Jeder der 16 ADAC-Gaue schickte seine drei besten Fahrer, insgesamt gingen 48 Starter ins Rennen. Perfekte Rahmenbedingungen wurden auf der Kartbahn der Motorsportarena geboten, und auch das Wetter spielte mit.

Bereits als Dritter ging Lukas an den Start. Den beiden Startern vor ihm nahm er im Probelauf mehrere Sekunden ab. Nach und nach stellte sich heraus, dass Vinkmann ein Wörtchen würde mitreden können, denn es wurden nur wenige schnellere Zeiten gefahren.

Also galt es im ersten von zwei Wertungsläufen keine Pylonenfehler zu machen, um die Grundlage für eine gute Platzierung zu schaffen. Die Pylonen blieben stehen, die Zeit war nicht mehr ganz so schnell: vorerst Platz acht. Es folgte eine genaue Analyse: Lukas war sich sicher, im zweiten Wertungslauf noch eine Schippe drauflegen zu können. Dies gelang bei erneut fehlerfreiem Lauf, was am Ende Platz vier bedeutete.

Nach der Siegerehrung und einem Bierchen konnte er entspannt ins Hotel fahren und sich auf den nächsten Tag vorbereiten.

Einen Tag später stand die Deutsche Junioren-Slalom-Meisterschaft auf dem Programm. Anders als beim Bundesendlauf qualifiziert man sich hier nicht über die Meisterschaften in den jeweiligen Regionalclubs, sondern über die Landes-Fachverbände der einzelnen Bundesländer. Da diese Meisterschaft vom DMSB ausgeschrieben wird, sind hier nicht nur ADAC-Starter vertreten, sondern Fahrer aller großen Automobilclubs. Für 2014 in Oschersleben hatten sich 85 Piloten qualifiziert.

Die Aufgabe wurde also im Vergleich zum Vortag nicht leichter. Das Wetter spielte wieder den ganzen Tag mit, und so waren gleiche Bedingungen für alle Starter gegeben. Diesmal hatte Vinkmann mehr Losglück: Startnummer 54. Man konnte also erst einmal schauen, welche Zeiten die anderen fahren, ohne selbst vorlegen zu müssen.

Im Probelauf gelang eine sehr gute Zeit, allerdings begleitet von zwei Pylonenfehlern. Im Wertungslauf würde das sechs Strafsekunden bedeuten. An eine vordere Platzierung wäre damit nicht zu denken. Der erste Fehler passierte gleich an der ersten schrägen Spurgasse, ein Flüchtigkeitsfehler, der sicher im Wertungslauf nicht wieder passieren würde.

Gesagt, getan: drittbeste Zeit im ersten Wertungslauf bei null Fehlern. Jetzt erst einmal durchatmen, zur Ruhe kommen und dann auf den zweiten Lauf konzentrieren. Das war gar nicht so einfach, denn abschließend wurde in umgekehrter Reihenfolge der Platzierungen aus Lauf eins gestartet, also 114 Starter bis zum zweiten Umlauf.

Die Nerven hielten, und Lukas konnte seine Zeit sogar noch einmal verbessern. Lange Zeit war unklar, welche Platzierung zu Buche stand, denn die Datenübertragung war ausgefallen. Nicht einmal die Streckensprecher wussten Bescheid. Doch dann die Erlösung: der ersehnte Treppchenplatz drei..