Beim ehrenamtlichen Bücherdienst Keine Bücher über Krankheiten im Meller Klinikum


cew Melle. An drei Tagen in der Woche ist die Bücherei im Christlichen Klinikum geöffnet, jeweils am Vormittag zwischen neun und elf Uhr dreißig. Ursula Grote und Marlies Oestreich sind zwei der insgesamt fünf Frauen, die ehrenamtlich den Büchereidienst betreiben.

Ursula Grote wurde Anfang der 80er Jahre von der Oberin „Schwester Frauke“ angesprochen, ob sie Lust habe, in der Bücherei tätig zu sein. „Schon immer hatte ich mit Menschen zu tun, ich brauche das“, so Grote. Seit 1982 ist sie dabei und betreut die Krankenhausbücherei durchschnittlich einmal in der Woche. Sie hat immer ein offenes Ohr für ihre Mitmenschen und betont: „Das Schnelle, das mag ich nicht. Es ist doch schöner, wenn man sich Zeit nimmt.“ Und die nimmt sie sich für ihre Mitmenschen gerne.

Seit fast 25 Jahren ist ihre Kollegin Marlies Oestreich mit im Team der Bücherei. Sie sagt über ihre Tätigkeit: „Mir macht das einfach Spaß.“ Sie ist ebenfalls 76 Jahre alt und hat in all den Jahren festgestellt, dass mehr Frauen als Männer Bücher ausleihen. „Auch das Personal des CKM leiht sich Bücher bei uns aus“, erklärt sie. Ursula Grote fügt hinzu: „Um die 2000 Bücher stehen in den Regalen. Zwei Mal pro Jahr kaufen wir als Nachschub Bücher dazu, alte mustern wir aus. Sogar Spiele gibt es bei uns.“

Auf den regelmäßig stattfindenden Sprengeltreffen tauschen sich die begeisterten Ehrenamtlichen aus Melle mit anderen aus, erhalten Buchtipps und Anregungen für ihre Arbeit. Beide lesen selbst gerne und viel. Ursula Grote schwärmt für Kriminalromane, Marlies Oestreich ist ganz angetan von historischen Geschichten. Von beiden Genres finden sich auch Bücher auf dem Bücherwagen, mit dem die Damen die Stationen besuchen und zu den Patienten kommen.

Nur eines gibt es in der Krankenhausbücherei nicht: Bücher über Krankheiten.