zuletzt aktualisiert vor

Schwerpunkt südlich von Lemgo Bünde: 140 Helfer bei Suche nach vermissten Männern

Von Christoph Franken

Einsatz-Koordinator Christian Heuser (links) verteilte Kartenausschnitte an die einzelnen Suchgruppen. Foto: Christoph FrankenEinsatz-Koordinator Christian Heuser (links) verteilte Kartenausschnitte an die einzelnen Suchgruppen. Foto: Christoph Franken

Bruchmühlen/Bünde/Lemgo. Der letzten Spur der beiden vermissten jungen Männer aus Bünde und Bruchmühlen, einer Handy-Ortung bei Lemgo, gingen am Sonntag rund 140 freiwillige Helfer nach: Sie suchten gezielt in vier Bereichen südlich von Lemgo.Bis zum Einbruch der Dunkelheit allerdings erfolglos.

Maximilan K. (24) aus Bruchmühlen und Alexander K. (25) sind seit acht Tagen wie vom Erdboden verschluckt. Sie waren am vergangenen Wochenende von der Diskothek „Wilhelmshöhe“ in Bünde zur Diskothek „Naava“ in Melle gefahren. Dort kamen sie nie an. Weder von ihnen noch von dem Auto, in dem sie unterwegs waren, gibt es seitdem eine Spur. Bei dem Wagen, der Alexander K. gehört, handelt es sich um einen blauen Ford Puma mit dem Kennzeichen HF-K-1989, Zwölf Stunden nach ihrem Verschwinden empfing ein Funkmast bei Lemgo das Ortungssignal des Handys von Maximilian.

Genau da setzte die jüngste Suche an. In der Tiefgarage am Autohof Bünde trafen sich rund 90 Helfer, darunter viele Freunde der beiden Familien. Aber auch ehrenamtliche Helfer, die bereits beim Mordfall des kleinen Dano aus Herford im Einsatz waren, boten ihre Hilfe an. Die Leiche des kleinen Jungen war im April in einem Gebüsch nahe Herford gefunden worden. Unterstützt wurden sie von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Bünde und zwei Zügen des DRK-Katastrophenschutzes aus Wallenhorst und Vehrte (Landkreis Osnabrück) unter Leitung von Karsten Witte.

Feuerwehr koordinierte

Die Koordination der Suchaktionen hatte Christian Heuser von der Feuerwehr Bünde übernommen. Er teilte die Helfer noch in der Tiefgarage in vier Gruppen ein, denn südlich von Lemgo waren vier Bereiche für eine intensive Suche ausgesucht worden. „Wir suchen in Wäldern und Seen, fragen auf Bauernhöfen nach und bitte schaut auch unter jedem Laubhaufen nach“, forderte er die Helfer auf. Gleichzeitig verteilte er an jede Gruppe Kartenausschnitte mit dem jeweiligen Suchgebiet.

Danach machten sich die Gruppen in ihren Fahrzeugen auf nach Lemgo, wo am Bahnhof 50 weitere Helfer dazustießen. Von da aus ging es direkt in die Suchgebiete. Marvin Flachmann und Andreas Stange, die die Suche auf Facebook organisiert hatten, verwiesen auf die Gebiete, die bereits abgesucht worden waren: Die Bereiche nördlich und südlich von Melle-Mitte, Rödinghausen, Bünde, Kirchlengern und Hiddenhausen.