Drei Fragen an Marco Schiller Streuen im Winter: „Asche und Sand haben sich bewährt“

Von Konstantin Stumpe

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Melle. Der Winter steht wieder vor der Tür. Zeit für den städtischen Baubetriebsdienst in Melle, sich um die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit zu kümmern. Aber auch Privatpersonen müssen ganz genau aufpassen. Der Leiter des Baubetriebsdienstes, Marco Schiller, äußerte sich zum aktuellen Thema.

Herr Schiller, wie gut sind Sie für den Winter gerüstet?
Wir sind genauso gut gerüstet wie im vergangenen Jahr. Denn im Winter 2012/13 musste nicht ein einziges Fahrzeug ausrücken. Das bedeutet, dass wir immer noch etwa 250 Tonnen Streusalz auf Lager haben. Dazu kommt noch der große Vorrat an Split. Die sechs regionalen Lohnunternehmen holen ihren Bedarf direkt bei uns ab. In Spitzenzeiten können elf Streufahrzeuge gleichzeitig ausrücken. Pro Stadtteil mindestens eins. Zusätzlich zu den Fahrzeugen der Lohnunternehmen besitzt die Stadt vier sogenannte Kommunaltraktoren und zehn Einachsgeräte mit Bürste zum Befreien der Gehwege. Sollten unsere Vorräte zur Neige gehen, können wir über ein Online-Portal innerhalb von ein bis zwei Tagen vier Lastwagen-Ladungen Salz bekommen.

Streusalz und Split, ist das eine teure Angelegenheit?
Wenn uns der Winter hart erwischt, dann klingelt es schon ordentlich im Portemonnaie. Der Winter 2011/12 war ein durchschnittlicher. Im Mittel hat ein Einsatz damals 14500 Euro gekostet. Wenn ein harter Winter einbricht, wird es teuer. Zum Glück lassen sich unsere Salzvorräte auch jahresübergreifend verwenden. Das Taumittel hat kein Ablaufdatum. Mit der Zeit zieht es zwar Feuchtigkeit und verklumpt, aber die großen Maschinen brechen es wieder auf. Wir versuchen jedoch, möglichst wenig Salz auszubringen, zum einen, um den Geldbeutel zu schonen, zum anderen handeln wir damit im Sinne der Umwelt.

Worauf müssen Privatpersonen beim Winterdienst achten?
Privatleute müssen ihre Gehwege montags bis samstags in der Zeit von 7 bis 20 Uhr sowie sonn- und feiertags von 8 bis 20 Uhr nach jedem Schneefall unverzüglich und während länger anhaltenden Schneefalls in angemessenen Zeitabständen vom Schnee befreien. Dabei ist es wichtig, dass ein ein Meter breiter Streifen freigeräumt wird. Es soll möglichst „schwarz geräumt“ werden, sodass der Boden zu sehen ist. Tausalz und andere auftauende Stoffe dürfen nicht verwendet werden. Asche und Sand haben sich in den vergangenen Jahren bewährt.