zuletzt aktualisiert vor

Schicksal nach wie vor ungewiss Ermittlungskommission für Vermisste aus Rödinghausen und Ennigloh

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Nach wie vor ungewiss ist das Schicksal der beiden jungen Männer aus Rödinghausen-Bruchmühlen und Ennigloh. Foto: dpaNach wie vor ungewiss ist das Schicksal der beiden jungen Männer aus Rödinghausen-Bruchmühlen und Ennigloh. Foto: dpa

Melle. Nach wie vor ungewiss ist das Schicksal der beiden jungen Männer aus Rödinghausen-Bruchmühlen und Ennigloh, die seit Sonntag vermisst werden. Bislang sind nach Mitteilung der Kreispolizei in Herford nur wenige Hinweise eingegangen.

Die Kreispolizei in Herford spricht von einem „außergewöhnlichen Vermisstenfall“. Sie kündigt die Bildung einer Ermittlungskommission unter der Führung des Polizeipräsidiums Bielefeld an. Sie wird mit Unterstützung der Kreispolizeibehörde Herford am Freitag gebildet, wodurch die Ermittlungen in Herford nochmals intensiviert werden: „Wir drücken aufs Gas“, kommentierte Michael Albrecht, Sprecher der Kreispolizei Herford, auf Nachfrage. Über die personelle Stärke wurden keine Angaben gemacht.

Von dem 24-jährigen Maximilian K. aus Rödinghausen-Bruchmühlen und dem 25-jährigen Alexander K. gibt es seit ihrem Verschwinden am frühen Sonntagmorgen kein Lebenszeichen. Nach den beiden jungen Männern wird weiter intensiv gefahndet, bislang ohne Erfolg: „Es wird intensiv ermittelt, aber es gibt keine neuen Erkenntnisse,“ äußerte sich Michael Albrecht, Sprecher der Kreispolizei Herford , am Donnerstagmorgen.

Die beiden jungen Männer waren zuletzt am Sonntag um 6.45 Uhr von einer Bekannten an der Holzhausener Straße in Bünde gesehen worden. Zuvor hatten sie eine Diskothek in Bünde besucht. Sie wollten anschließend mit dem Wagen von Alexander K., einem 14 Jahre alten blauen Ford Puma, zur Discothek „Naava“ nach Melle fahren. Dort sind sie nach Angaben von Freunden und den Familien aber nie angekommen. Das Fahrzeug hat das Kennzeichen HF-K 1989.

Familien in großer Sorge

Die Familien der beiden Männer sind in großer Sorge. Sie können sich das Verschwinden nicht erklären: „Ein völlig untypisches Verhalten“, äußerte sich Maximilians Vater gegenüber dem unserer Redaktion, nachdem es nach wie vor kein Lebenszeichen von den beiden Freunden gibt.

Sind sie das Opfer einer Straftat geworden? Hatten sie einen Unfall, oder wollten sie einfach nur verschwinden? Diese drei Möglichkeiten stehen im Raum. Nachdem die beiden am Montag bei der Polizei als vermisst gemeldet worden waren, laufen intensive Ermittlungen und bundesweite Fahndungsmaßnahmen.

Seit Mittwoch sucht die Polizei auch mit Fotos nach den jungen Männern. Fieberhaft wird auch im sozialen Netzwerk Facebook nach den beiden Vermissten gesucht. Dort hat es am Mittwochabend eine spezielle Suchaktion gegeben, für dessen Unterstützung sich die Familien wenig später bedankten: „Wir geben die Hoffnung nicht auf,“ heißt es auf der Seite.

Amtliches Kennzeichen HF-K 1989

Zuletzt war Alexander K. bekleidet mit einer dunklen Jeans, einem weißen T-Shirt und einer schwarzen Lederjacke mit Kapuze. Er ist 1,82 Meter groß, wiegt rund 95 Kilo und hat kurze blonde Haare und blaue Augen. Maximilian K. trug zuletzt ein dunkles Jeanshemd und eine schwarze Lederjacke. Er ist 1,80 Meter groß, rund 90 Kilo schwer und hat kurze blonde Haare und blaue Augen.

Die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe und hat insbesondere folgende Fragen:Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort der beiden Vermissten und zum Verbleib des Pkw, einen 14 Jahre alten, blauen Ford Puma, amtliches Kennzeichen HF-K 1989 machen? Wer hat die beiden Vermissten oder den Wagen nach Sonntagmorgen noch gesehen? Wer hatte seit Sonntagmorgen noch Kontakt zu den Vermissten? Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise zu diesem Vermisstenfall geben? Hinweisgeber und Zeugen möchten sich bitte an die Polizei in Herford unter der Telefonnummer 05221/8880 wenden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN